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8. AEDL Ruhen und schlafen 

1. ATL Wach sein und schlafen (Achtung, umfassender wie das 8. AEDL)

 

Schlaf ist eine Bewusstseinsveränderung, die eine Regeneration von physischen und psychischen Kräften erlaubt. Wach sein, ruhen und schlafen spiegelt den ständig wechselnden Lebensrhythmus wider. Ein regelmäßiger Schlaf ist lebensnotwendig.

 
Einflussfaktoren auf den Schlaf:

 

Folgen von Schlafmangel
 
  • Mangelhafte Konzentration
  • Fehlende Motivation 
  • Geringere Leistungsfähigkeit 
  • Veränderte Wahrnehmung 
  • Schlechtere Gedächtnisleistung 
  • Geschwächtes Abwehrsystem 
  • Depressionen 
  • Aggressionen 
  • Verwirrtheit
  • Gesteigertes Schmerzempfinden 
  • Symptomverstärkung

Wie man gebettet wird, so schläft man!

 

Weniger

ist mehr!

 

Prinzipien beim Richten eines Bettes

  • Nach Möglichkeit zu zweit arbeiten
  • Durchführung erfolgt mindestens 2 mal täglich und  bei Bedarf
  • Materialien vorbereiten, wenn vorhanden, den Pflegewagen nutzen
  • Abwurfvorrichtung für benutzte Wäsche
    • farbliche Kennzeichnung für bestimmte Wäschestücke beachten!
    • vor der Tür abstellen, wenn nicht durch Deckel verschließbar
    • notfalls Kopfkissenbezug als Wäschebeutel nutzen

Niemals Schmutzwäsche auf den Boden!!!


  • vor der Durchführung: Händedesinfektion
  • Information des Patienten über die geplante Pflegemaßnahme
  • 1-2 Stühle vor das Bett, falls keine ausziehbare Bettablage vorhanden
  • Platz schaffen, im Weg stehende Gegenstände zur Seite schieben
  • Nochmalige Information des Patienten
  • Bett flach stellen
  • Hochstellen des Bettes zum rückenschonenden Arbeiten
 

Falls ein Bettteil versehentlich den Fußboden berührt, muss es als Schmutzwäsche behandelt, also frisch bezogen werden.

 
 
  • Bettdecke so zusammenlegen, daß die Außenseite außen bleibt
  • Bettdecke auf Bettablage oder Stuhl ablegen, dann Kissen
  • Entfernen des Stecklakens (Manche Einrichtungen benutzen keine mehr)
  • Glätten, Straffen des Lakens, Neueinschlagen falls kein Spannbettuch
  • Einstecken und Straffziehen des Stecklakens, falls vorhanden

Laken und Stecklaken muss faltenfrei sein zur Vermeidung von Druckstellen (Dekubitusprophylaxe).

 

 

  • Aufschütteln der Kissen
  • Bettdecke am Kopfende fassen, hochhalten und vorsichtig schütteln
  • Auflegen und Einschlagen der Bettdecke nach Patientenwünschen

 

Möglichst beim Aufschütteln der Kissen und Bettdecke vermeiden, dass Staub aufgewirbelt wird.

 

 

 

 

Das Richten des Bettes als Pflegeprozess

 
1. Informationssammlung:
Krankenbeobachtung, Vitalzeichenkontrollen
 
2. Probleme, Ressourcen erkennen:
Z.B. bewegungsunfähig, bewegungseingeschränkt, mobil
 
3. Pflegeziel
Bequemes, schmerzfreies, gefahrloses Liegen
 
4. Planung der Pflegemaßnahmen
Bett richten mit Prophylaxen und Mobilisation verknüpfen; Zeit nutzen, den Kontakt zum Bewohner zu intensivieren.
 
5. Durchführung
Das Richten des Bettes ist für Pflegende Routine, nicht für den Bewohner. Beim Betten bettlägriger Bewohner muss berücksichtigt werden, dass in dieser Pflegesituation Hilflosigkeit und Abhängigkeit besonders deutlich wird. Auf Ängste eingehen.
 
6. Beurteilung der Wirkung
Abschließend überprüfen, ob das Bett in einem Zustand ist, in dem sich der Gepflegte angemessen aufgehoben fühlt. Nachfragen! Die Pflegeperson sollte sich stets darüber im Klaren sein, dass das Bett im Pflegeheim oftmals der überwiegende Lebensraum des Gepflegten ist.