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"Alte Menschen waren auch mal Kinder"

Wir, die Abschlussklasse der Berufsfachschule für Sozialpflege, haben Spielzeuge aus den letzten Jahrzehnten gesammelt. Uns interessierte, womit Menschen früher spielten und worüber sie sich zu Weihnachten als Kinder freuten.
 
Menschen in Pflege-Einrichtungen werden oft nur unter den Aspekten „alt", „pflegebedürftig" und „abhängig" gesehen. Die „Alten" sind mehr. Es sind Menschen mit vielen Erfahrungen, Erlebnissen und Erinnerungen.
 
Durch die Auseinandersetzung mit älterem Spielzeug fanden wir einen Schlüssel zu ihren Erlebniswelten, zu ihrer Kindheit und begannen sie mit ganz anderen Augen zu sehen.
 
Es wäre schön, wenn möglichst viele „Jungen" begreifen, dass es die „Alten" nicht gibt, dass es Menschen wie du und ich sind, nur eben zeitversetzt.
 
Um das zu erreichen, zeigen wir in der Woche vor Weihnachten eine Ausstellung zu älterem und altem Spielzeug, über das sich unsere „Alten" als Kinder sicherlich gefreut hätten.
 
Die Ausstellung kann zu folgenden Terminen in den Räumen der Berufsfachschule für Sozialpflege besichtigt werden:
 

Termine

10.12. Montag 16°° - 18°° Uhr Elisa, Lisa, Riesop

11.12. Dienstag 16°° - 18°° Uhr Iris, Jana K., ? 

12.12. Mittwoch 11³° - 13³° Uhr Jana T., Amelie, ?

13.12. Donnerstag 14³° - 16³° Uhr Laura, Marija, Riesop 

14.12. Freitag 15°° - 17°° Uhr Kevin, Marina, Riesop

17.12. Montag 16°° - 18°° Uhr Jasmin Neudr., Anna, Riesop

18.12. Dienstag 16°° - 18°° Uhr Melanie, Nadine, ?

19.12. Mittwoch 11³° - 13³° Uhr Kübra, Yasmin, ?

20.12. Donnerstag 14³° - 16³° Uhr Vanessa He., Stefan, Riesop

21.12. Freitag 15°° - 17°° Uhr, Sandra, Vanessa Ho., Riesop

22.12. Samstag 10°° - 12°° Uhr Anna-Lena, Riesop

                        12°° - 14°° Uhr Sina, Sarah, Riesop

                        14°° - 16°° Uhr Vanessa Will, Riesop

 

Amelie

Die Barbiepuppe ist die bekannteste und meistverkaufte Puppe der Welt. Die Firma Matttel wurde 1945 vom Ehepaar Ruth und Elliott Handler sowie von Harold Matson gegründet. Zunächst produzierte der kleine Betrieb Bilderrahmen, Modeschmuck und Puppenmöbel, später auch anderes Spielzeug.

Ruth Handler hatte bereits Anfang der 1950er Jahre die Idee, Puppen wie die Ankleidepuppen ihrer Tochter Barbara herzustellen. Ihr Mann lehnte ihre Idee ab mit Hinweis auf die Produktionskosten. Auf einer Europareise entdeckte Ruth Handler in Luzern eine Puppe nach ihren Vorstellungen und kaufte sie. Bei dieser Puppe handelte es sich um die Bild - Lilli, eine Puppe nach dem Vorbild eines Comics. Modelliert hatte sie Max Weißbrodt von der Firma Hausser in Neustadt bei Coburg. Zurück in den USA kopierten die Handlers die Puppe und präsentierten am 9. März 1959 die erste Mattel-Puppe auf der American Toy Fair in New York. "Barbie" war der Rufname ihrer Tochter. Die Vermarktungsrechte an der Bild-Lilli kaufte Mattel 1964. Daraufhin musste die Firma Hausser die Produktion einstellen und die Barbie-Puppe konnte nun auch in Deutschland verkauft werden.

 

Anna-Lena

Das weltweit beliebteste russische Souvenir ist die Matroschka, eine aus Lindenholz geschnitzte und bunt bemalte mehrteilige Puppe. Die Vorgängerin der Matroschka, wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus Japan nach Russland eingeführt. Die erste russische Matroschka wurde im Jahre 1890 von Wasilij Swjösdotschkin und Sergej Maljutin gefertigt. Heute ist das Wort „Matroschka“ in Russland ein Eigenname. Die Bezeichnung stammt ursprünglich von dem weit verbreiteten Name „Matröna“ ab (Ursprung lateinisch mater "Mutter"). Die Holzpuppe steht für Mütterlichkeit, Fruchtbarkeit und für das russische Schönheitsideal. In Deutschland wird die Matroschka auch oft als Babuschka bezeichnet (Russische Übersetzung "Oma"). Die Matroschka ist nicht nur ein Souvenir, sondern auch ein anspruchsvolles Spielzeug, denn das Kind muss passgerecht die Puppe auseinander nehmen und wieder zusammenfügen. Sie fördert neben dem Spaß so das logische Denken und die Feinmotorik. Die Matroschka wird in vielen Gegenden Russlands gefertigt. Die bekanntesten Herstellungsorte sind Nizhnij Nowgorod, die Moskauer Region und Kirow.

 

Elisa-Marie

Margarete Steiff

Margarete Steiff war unter den Spielzeugherstellern eine schillernde Persönlichkeit. Sie wurde 1847 geboren und erkrankte als Kleinkind an Kinderlähmung. Sie ließ sich von der zurückgebliebenen Lähmung nicht entmutigen und entwickelte sich zu einem fröhlichen Kind. Gegen den Willen der Eltern setzte sie eine Ausbildung in einer Nähschule durch und wurde trotz ihrer Behinderung eine gute Schneiderin. 1874 baute der Vater das Wohnhaus um und richtete eine Schneiderei für ihre Schwester und sie ein. Es war in erster Linie Margaretes Verdienst, dass die Schneiderei so erfolgreich war, dass sich die Schwestern bald eine eigene Nähmaschine kaufen konnten. 1877 eröffnete sie auf Anraten ein Filzgeschäft. Aus dem Laden entwickelte sich schnell ein kleines Unternehmen mit mehreren fest angestellten Näherinnen. 1879 entdeckte Margarete Steiff in einer Modezeitschrift das Schnittmuster eines Elefanten als Nadelkissen. Sie fertigte mit ihren Näherinnen zwei Säcke Elefanten für den Heidenheimer Markt an. Die Elefanten fanden reißenden Absatz, aber weniger als Nadelkissen, sondern als Spielzeug. Daraufhin entwarf Margarete weitere Tiere. 1880 wurde die "Margarete Steiff GmbH" gegründet. Bereits 1892 erschien der erste illustrierte Steiff-Katalog mit ihrem Motto: „Für Kinder ist nur das Beste gut genug“. 1901 wurde das Spielzeug bis in die USA exportiert.

1906 übertrug Margarete Steiff die Geschäftsführung an ihren Neffen. Am 9. Mai 1909 starb Margarete Steiff im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Zu einer Zeit, als Menschen mit Behinderung kaum eine Chance bekamen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, mehrheitlich im "Armenhaus" ihr Leben fristeten und dahinvegetierten oder bettelten, baute Margarete Steiff mit ihrem Lebenswillen, Kreativität, Können, Organisationstalent und Unternehmensgeist eine Weltfirma auf, die nicht nur bis heute existiert,  sondern international einen Kultstatus besitzt.

Produkte

Die Hauptprodukte des Unternehmens sind Plüschtiere. Bis Ende der 1970er Jahren wurde unter anderem Holzspielzeug, Leiterwagen und Drachen hergestellt. Der berühmteste Drache war ein speziell von Steiff entwickelter Einleinerdrache ( der Roloplan ). Doch auch das sehr gefragte Plüschtier Mecki wurde von ihnen produziert. In den letzten Jahren wurde verstärkt Kinderkleidung produziert.

Markenzeichen

Die besonderen Herstellungsmerkmale sind die verschiedenfarbigen Fahnen und metallene Knöpfe, die ins Ohr der Plüschtiere eingestanzt werden. Auch an der Brust befindet sich ein Schild. Dieses Marken-Erkennungszeichen wurde 1904 von Franz Steiff erfunden. Älteres Steiff-Spielzeug oder Plüschtiere sind begehrte Sammelobjekte mit sehr hohen Preisen.

Die Geburtsstunde des Teddy

1902 entwickelte der Neffe Richard von Margarete einen Spielbären aus zotteligem Mohairfell mit dem Namen Bär 55PB (55 cm stehend, P = Plüsch, B = beweglich). Im März 1903 wurde der Bär das erste Mal auf der Leipziger Messe vorgestellt mit eher mäßigen Erfolg. Der amerikanische Präsidenten Theodore Roosevelt, Spitzname "Teddy", wurde Namensträger des Teddy, was international einen regelrechten Teddy- Boom auslöste.

 

Jana T.

Puppenhäuser

Ein Puppenhaus stellt ein Haus als Miniatur da. Seit dem  19. Jahrhundert war es ein beliebtes Spielzeug für Mädchen. Dahinter verbarg sich allerdings auch eine erzieherische Absicht. Mädchen sollten sich auf ihre künftige Rolle im Haushalt vorbereiten. 

Alte Puppenhäuser sind heutzutage begehrte Sammlerstücke, besonders dann. wenn die Einrichtung aus originalen Möbeln, Inventar, Puppen etc. besteht.

 

Jasmin

Matchbox

Der Name der Firma war Lesney Products & Co Ltd. Der Fimenname setzt sich aus den Vornamen der beiden Inhaber zusammen. Der Name Matchbox ist das Synonym für Metallspielzeugautos schlechthin, auch die meisten Fabrikate der anderen Firmen werden als Matchboxautos bezeichnet. Die Firma wurde 1947 in Londn von Lesley Smith und Rodney Smith, die beide nicht miteinander verwandt waren, gegründet. 1948 stieß Jack Odell dazu. Der Betrieb war eigentlich Zulieferer für Zinkgussbauteile für die  Maschinenbauindustrie. Das damalige Britische Steuerrecht errechnete aber die zu zahlende Unternehmenssteuer am 1. Januar nach den Lagerbeständen eines Unternehmens, sodass es die Firma nicht wagte, Aufträge im Dezember anzunehmen. Um die teuren Maschinen auszulasten, wurde Spielzeug hergestellt. Dazumal war es in England verboten, Spielsachen in die Schule mitzubringen, die größer als eine Streichholzschachtel waren. Jack Odell bastelte für seine Tochter ein kleines Auto und eine Dampfwalze aus Gusseisen, die in eine Zündholzschachtel (englisch: Matchbox) passten. Daher der Name. Den Durchbruch erlebte die Firma, als sie 1952/53 die Krönungskutsche von Königin Elisabeth II nachbaute. Sie verkaufte sich über 1 Million Mal, für damalige Zeiten ein gigantischer Erfolg, und das Startkapital für die Serienproduktion der ersten Machtboxautos. 1968 geriet die Firma in eine erste schwere Krise durch die Einführung der Hot Wheels Fahrzeuge von Mattel. 1982 wurde sie von Universal Toys aufgekauft und 1997 von Mattel. 

 

Kübra

Blechspielzeug ist ein Sammelbegriff für Spielzeug, das aus Weißblech hergestellt wird. Dazu gehören Modelleisenbahnen und -autos, aber auch diverse mechanische Spielzeuge. Modernes Spielzeug besteht jedoch aus Kostengründen meist aus Kunststoff, teilweise auch aus Holz. Das Blechspielzeug ist daher selten und ein Sammelobjekt geworden. Für alte Stücke werden mitunter sehr hohe Preise bezahlt. Zu den nach wie vor verkauften Klassikern gehört der Brummkreisel. Das erste Blechspielzeug in Deutschland wurde im 19. Jahrhundert vermutlich vom schwäbischen Hersteller Rock & Graner produziert, zunächst in Manufakturen, ab etwa 1890 in industrieller Massenfertigung. Die deutschen Produkte waren einige Zeit weltweit ein Verkaufsschlager, Nürnberg der führende Produktionsstandort. Das änderte sich in den 50er Jahren, als Japan die deutsche Konkurrenz hinter sich ließ. Bekannte Blechspielwaren waren beispielsweise Karussells, Eisenbahnen, Autos, Schiffe, Motorräder, Flugzeuge und Zeppeline, Modelldampfmaschinen, Laterna magica (ein Projektionsgerät), Militärspielzeug, Metallbaukasten, Tretautos oder Brummkreisel.

 
"Drehdosen"-"Klimpermühle"
 
Antwort auf die Frage des "Puppenhausmuseum.de", wie dieses Spielzeug hieß:
 
"Die hießen Drehdose, oder Drehmusikdose oder Musikdose, umgangssprachlich Klimpermühle. Auf jeden Fall habe ich 1965 meinen beiden kleinen Brüdern zu Weihnachten je eine Drehdose geschenkt und auch als solches gekauft. Ich weiß es deshalb ziemlich genau, weil ich dafür extra von Berlin-Marienfelde nach Berlin-Lankwitzkirche gefahren bin, weil es dort ein Kaufhaus gab (Woolworth). Es war das erste Mal, dass ich so weit alleine unterwegs war. Einen ganzen Monat hatte ich den wöchentlich erscheinenden Pohlezettel ausgetragen (Verdienst zwischen 7 bis 9 DM im Monat) und vom letzten Monat hatte ich auch noch ein bisschen Geld (Ich musste zu Hause immer das Geld abliefern, sonst hätte das Wirtschaftsgeld nicht gereicht und bekam dann 2 DM davon als Taschengeld, manchmal auch weniger, wenn die Leute knausrig mit Trinkgeld waren). Diesmal durfte ich das gesamte Dezembergeld behalten, meine Mutter hatte in ihrer Firma Weihnachtsgeld bekommen. Ich hatte also etwa 10 DM (wovon allerdings noch Fahrgeld bezahlt werden musste). Irre viel Geld  - in meiner Vorstellung auf der Hinfahrt konnte ich mit soviel Geld ganz Woolworth leerkaufen. Also auf zum Großeinkauf Weihnachtsgeschenke für meine Mutter und meine Brüder. Nach 1,5 Stunden Fahrtzeit mit Umsteigen bei Woolworth in der harten Realität angekommen - gut, meiner Mutter konnte ich auch was zu Weihnachten basteln. Aber meine Brüder? Eigentlich wollte ich meinen Brüdern (damals 4 und 1,5 Jahre) einen Brummkreisel schenken. Bei Woolworth stellte ich fest, dass mein Geld nicht mal für einen reichte und ich brach in Tränen aus. Plärrend wollte ich wieder das Kaufhaus verlassen, als mich eine Verkäuferin ansprach, mich Heulsuse in ein Gespräch verwickelte und mit mir schließlich an der Hand zurück zur Spielwarenabteilung ging. Dort "zauberte" sie diese Drehdosen hervor. Zuerst war ich etwas enttäuscht, waren ja keine Brummkreisel, aber als sie dann die Melodie spielte, war ich doch begeistert. Mein Geld glaube ich reichte nicht ganz, da ich noch Rückfahrgeld brauchte. Auf jeden Fall gab ich ihr das gesamte Geld bis auf das Fahrgeld und dann zog sie mit mir los, verpackte die zwei Drehdosen einzeln in superschönes Weihnachtspapier, große Schleife und zwei kleine Anhänger, auf die ich die Namen meiner Brüder raufschreiben durfte. So verpackt sahen meine Geschenke  aus, als hätte ich sie in einem der noblen Spielwarengeschäfte am Kudamm gekauft. Es fuhr ein sehr glückliches Mädchen nach Hause und konnte nun kaum noch bis Weihnachten warten."
 
(Zeitzeugenbericht von Heidrun Dreyling)
 
Laura
Schildkrötpuppen
 
Die Spielwarenfirma hatte ihren früheren Sitz in Mannheim-Neckarau, aber zum 1. Januar 1993 wurde der Firmensitz nach Rauenstein in Thüringen verlegt. Die Firma Schildkröt wurde 1873 zunächst als „Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik“ in Mannheim gegründet. 1896 wurde die erste Puppe aus dem sogenannten Zelluloid (Gruppe von Kunststoffverbindungen) produziert. Neben der Puppenproduktion etablierte das Unternehmen noch andere Standbeine, zum Beispiel produziert es über Jahrzehnte als führender Hersteller in Europa Tischtennisbälle. Die Produktion dieser Artikel wurde allerdings schon vor längerer Zeit aufgegeben, da derartige Waren zunehmend in Fernost hergestellt wurden, wo die Produktions- und Personalkosten wesentlich geringer sind. Ein weiteres Standbein des Unternehmens war die Produktion von Spielzeugfiguren, hauptsächlich in Form von Soldaten. Sie wurden in Zinngießformen aus Hartgummi hergestellt. Weiterhin produzierte man auch Zubehör für diese Soldaten-Figuren, wie z. B. Fahrzeuge, Waffen und vieles mehr. Allerdings wurde auch diese Produktion im Jahr 1984 aufgrund der nachlassenden Nachfrage und größerer Konkurrenz aus Fernost aufgegeben.
 
 
Das Firmenlogo ist eine Schildkröte, die im Kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen wurde. Schildkröt ist der älteste Puppenhersteller, der von 1896 bis heute durchgehend Puppen produziert. Das bekannteste Material, woraus die Puppen gemacht wurden, war Zelluloid. Dieses Material war ein großer revolutionärer Schritt in der Puppenherstellung, da Zelluloid bruchfest, abwaschbar, farbecht und hygienisch und somit geeignet für Kinderspielsachen ist. Schildkröt produziert heute in der Klassik-Kollektion Replikas in begrenzter Auflage. Diese Puppen sind Zweitauflagen von alten Modellen. Das Material der Zweitauflage ist heute Tortulon, ein hochwertiger Kunststoff, der sich wie Zelluloid verarbeiten lässt, aber im Gegensatz dazu nicht brennbar ist.
 

Lisa-Marie 

Zapfpuppen

1932 Max und Rosa Zapf gründen die Firma "Zapf"

1942 bis 1946 Materialknappheit durch Weltkrieg II

1958 expandieren die Kinder der Gründer ins europäische Ausland

1960 Gründung „Max Zapf Puppen- und Spielwarenfabrik GmbH“

Puppenherstellung aus Kunststoff

Ab 1980 Verlagerung der Produktion ins Ausland

Wenig später Expansion nach Ostasien

1991 "Baby Born" und Tochtergesellschaft „Zapf Creation (H.K.) Ltd.“ in Hongkong

1992 Übernahme durch „Triumph Adler Spiel- und Freizeit Holding GmbH“

1993 erste Vertriebsniederlassung in Spanien

1999 Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft, der „Zapf Creation AG“

2000 Tochtergesellschaften im Vereinigten Königreich („Zapf Creation (UK) und in Frankreich („Zapf Creation (France) S.A.R.L.“)

2001 weitere Tochtergesellschaften in Australien, Italien und Tschechien

2003 Niederlassung in Polen

2004 Fusion mit dem australischen Unternehmen Funtastic Limited

2006 unter hohen Verlusten Aufgabe der Vertriebsniederlassung USA

2006 - 2008 Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung und Gewinneinbruch

2008 sind 66 Prozent der Anteile in Besitz des amerikanischen Spielwarentrusts MGA

 

Yasmin

Das Papiertheater
 
Papiertheater könnte man auch als die "Play Station" des 19. Jahrhunderts  bezeichnen.  Sie sind  aus dem Bedürfnis nach Unterhaltung und romantischen Geschichten entstanden. Zuerst dienten sie zur Unterhaltung  Adeliger und dann als  Haustheater, zur Unterhaltung Erwachsener. Mit der Zeit fanden Kinder auch Begeisterung an dem Theater. War das Theater fertig gebaut, gab es viele verschiedene  Möglichkeiten, damit unendliche Geschichten zu erzählen und zu spielen. Trotzdem verschwand es nach einiger Zeit. Ein Papier Theater entsteht hauptsächlich aus einem Pappkästchen, die meist mit Stoffen oder Farbe verziert wurden. Später könnte man selbstgesprochenen Texten wie richtige Schauspieler in richtig ausgeleuchteten Bühnenbildern vorführen. Das Papier Theater geriet lange in Vergessenheit. Seit der Wiederentdeckung des Papiertheaters beschäftigen sich in Europa  eine steigende Anzahl von Künstlern, Theaterleuten und Pädagogen mit dem Papiertheater und haben es aus der Privatsphäre der Familien an die Öffentlichkeit gebracht. Aber auch in den Familien erfreut sich dieses Theater wieder an steigender Beliebtheit.
 
Iris
Spiele im Mittelalter
 
Das Wort „Spiel“ kommt aus dem  Althochdeutschen. Im  Mittelhochdeutschen  „spil“  steht  es für Tanz, Unterhaltung, Vergnügen  und  Zeitvertreib. Die Worte "Spielzeug", "Spielsachen" oder "Spielwaren" waren erst seit dem 17. -  18. Jahrhundert geläufig.
 
Im Mittelalter endete die Kindheit relativ früh, aber Bodenfunde sowie überlieferte Bilder und Schriften beweisen, dass auch im Mittelalter gespielt wurde. Knochenwürfeln, (Schach)figuren, Spielbretter, Tiere, Figuren aus Holz oder Ton, Murmeln, Holzkreisel, Flöten,  Spielzeugschwerter, Puppen, Bälle aus Bast, Rasseln aus Schweineblasen, Schellen und vieles mehr kam bei Ausgrabungen zutage. Außerdem existieren bildliche Überlieferungen. Eine besonders erwähnenswerte Quelle ist das "Buch der Spiele" (Libro de los juegos) von König Alfons X. von  Kastilien, dass zwischen 1251 und 1282 entstand.
 
Über Jahrhunderte waren Reifentreiben und Peitschenkreisel sehr beliebte Spiele. Sie gerieten aber dann in Vergessenheit, was beweist, dass Spiele auch immer Modeströmungen ausgesetzt sind. Alle Spiele, egal aus welcher Epoche sie stammen, können grundsätzlich in drei Kategorien eingeteilt werden: 
 
  • Ruhespiele: Sie dienen der Schärfung der Beobachtungsgabe, Aufmerksamkeit und der Betätigung des Geistes. Dazu gehören Gesellschaftsspiele wie Brett- und Kartenspiele.
  • Bewegungsspiele: Dazu zählen Ball-, Kugel- und Kegelspiele genauso wie Seilspiele, Versteck- und Fangspiele, Sackhüpfen oder Topfschlagen.
  • Wettkampfspiele: Hier geht es darum, sich mit Anderen zu messen. Viele Ruhe- und Bewegungsspiele gehören auch zu dieser Kategorie, aber besonders auch Mannschaftsspiele wie Fussball oder Seilziehen. 
Früher kam dem Spiel mehr Bedeutung zu, da die heutigen Medien wie z. B. der Fernseher fehlten. Nicht nur Kinder spielten, sondern auch Erwachsene aus allen Bevölkerungsschichten und Ständen. Der Adel spielte eher Brettspiele wie Schach oder Mühle, die niederen Stände meist Würfel- oder Kartenspiele. Würfelspiele waren bereits bei den  Römern sehr beliebt. Das Kartenspiel wurde erst später erfunden. Ursprunglich kamen Spielkarten aus Ostasien, wo sie ab dem 12. Jahrhundert nachweisbar sind. Vermutlich kamen sie über Italien nach Europa. Die erste schriftliche Erwähnung zu Kartenspielen stammt 1367 aus Bern, als dort nämlich das Kartenspiel verboten wurde. Kartenspiele galten als Glücksspiele und waren mit der Religion nicht vereinbar. 
 
Interessant zu Spielen ist ein Bild von Pieter Brueghel dem Älteren aus dem Jahre 1560. Es trägt den Titel „Die Kinderspiele“ und zeigt 84 Kinderspiele.