Suchprogramme, HTTP-Protokoll"> Berufsfachschule für Sozialpflege
 
 
 
 
 
 
 

 

Alte Menschen, Menschen mit Behinderung, Kinder sind unser Klientel. Und oft genug sehen wir diese Menschen nur unter Gesichtspunkten wie Hilflosigkeit, Probleme, Schwächen. Unser Blick ist berufsbedingt oft massiv getrübt. Dabei entgehen uns ihre Stärken, Erfahrungen, Ressourcen. Wir sollten mal über unseren Tellerrand "Pflegeeinrichtung" hinwegsehen, denn da bekämen wir eventuell eine völlig andere Sichtweise. Und dann gelingt es vielleicht, auch die Stärken unserer Klienten zu sehen. 


 

Spiegel online 09.07.2011

 

Zivilcourage

85-Jährige rettet Kind vor Gewalttäter

Duisburg hat eine neue Heldin - eine alte Dame. Durch beherztes Eingreifen hat die 85-Jährige ein siebenjähriges Mädchen vor einem Gewalttäter gerettet. Sie ging dazwischen, als der Mann das Kind in ein Gebüsch zerren wollte.

 

 

Sie zeigte Zivilcourage, bewahrte ein Mädchen möglicherweise vor einer Gewalttat - und wurde selbst zum Opfer: Eine 85-Jährige hatte am Freitag beobachtet, wie ein Mann versuchte, das Kind in Duisburg in ein Gebüsch zu zerren. So jedenfalls berichtet es die Polizei, die den Vorgang anschließend mit großem Staunen zu Protokoll nahm.

Ohne groß nachzudenken, hatte sich die Dame dem Angreifer in den Weg gestellt. Ihr Furor hinterließ offensichtlich Eindruck: Der Mann ließ von dem Mädchen ab und ging auf die Frau los. Er schlug sie und verdrehte ihr den Arm so heftig, dass der Knochen brach.

Schließlich mischten sich Passanten ein, der Gewalttäter floh. Die Polizei konnte den Mann später festnehmen, teilte sie am Samstag mit. Die betagte Helferin trug außer dem Bruch auch Platzwunden und Prellungen davon.

mik/dpa


 

Nach dem offensichtlichen Wahlbetrug 2009 im Iran von Mahmud Ahmadinedschad demonstriert diese Frau mit dem Bild des Oppositionsführers Mir Hossein Mussawi. Alter und unpolitisch? Fehlanzeige! Und diese Frau wusste mit Sicherheit, wie gefährlich es war, gegen Mahmud Ahmadinedschad zu protestieren. Für mich persönlich das schönste Gesicht in der Revolte.

Leider fehlt mir das co zu der Fotografie, für Hinweise wäre ich dankbar.

 


 Foto ©epd-bild

EPV - Evangelischer Presseverband für Bayern (Artikel vom 30.08.2010)

Ein blinder "Häuslebauer" bricht alle Rekorde

Wolfgang Hermann baut eigenhändig ein Haus, obwohl er nichts sieht

Von Christiane Ried (epd)

Beobachtet man Wolfgang Hermann beim Hantieren mit der Kreissäge - man möchte am liebsten nur eines tun: ihm den Stecker aus der Steckdose ziehen. Für Außenstehende grenzt es an ein Wunder, dass Hermann noch alle Finger hat. Denn der 65-Jährige ist blind.

Als Kind hat er durch einen Unfall beim Spielen einen mehrfachen Schädelbasisbruch erlitten. Seitdem traten immer wieder Probleme mit seiner Sehkraft auf, bis er mit 31 Jahren schließlich vollständig erblindete. Doch das hält den gelernten Metallgießer nicht davon ab, eigenhändig sein "Traumhaus" in Ruhstorf an der Rott bei Passau (Niederbayern) zu bauen. Sogar ins Guinness-Buch der Rekorde hat es der "blinde Häuslebauer", wie Hermann sich augenzwinkernd selbst nennt, mit seinem ungewöhnlichen Vorhaben geschafft.

Der Rohbau seines Hauses, an einem Hang gelegen und weithin sichtbar, hat imposante Ausmaße: Das dreistöckige Gebäude verfügt über insgesamt 930 Quadratmeter Geschossfläche, eine Terrasse, eine Garage und sogar ein 9 mal 3,50 Meter großes Schwimmbecken. "Ich habe in meinem Leben mit so vielen Nachteilen zu kämpfen. Da will ich wenigstens mein eigenes, auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes Haus", erklärt Hermann seine fixe Idee, die er Anfang der 90er Jahren umzusetzen begann und für die er von Nachbarn immer noch belächelt wird. Vor allem auf gerade, direkte Wege ohne Hindernisse komme es ihm an, auf denen er sich ohne fremde Hilfe fortbewegen könne: "Ich will als Blinder schließlich keinen Slalom laufen."

Ausgebaut ist das Haus noch nicht. Bislang bewohnt er zwei Zimmer im Keller. 60 Prozent des Hauses stammten aus seinen eigenen Händen, sagt der im nordrhein-westfälischen Schwelm geborene Hermann, der seit 1962 in der 7.000-Einwohner-Gemeinde Ruhstorf lebt und schon vorher Freunden bei Hausrestaurierungen geholfen hat. Für die tragenden Außenwände habe er natürlich Maurer beauftragen müssen, gibt Hermann zu.

Doch die nichttragenden Innenwände von 320 Quadratmetern habe er selbst aufgestellt sowie sechs Rundbögen und 15 Türöffnungen gemauert. Kilometerweise habe er eigenhändig Wasser- und Elektroleitungen verlegt, Fliesen verfugt und sogar das 600-Quadratmeter-Dach mit sechs Giebeln gedeckt. Selbst konstruierte Hilfswerkzeuge hätten es ihm ermöglicht, unter anderem akkurat zu verfugen oder Türen gerade einzubauen. Von windschiefen Wänden oder gar einem löchrigen Dach ist tatsächlich nichts zu sehen.

Angst vor Verletzungen hat Hermann bei seiner Arbeit nicht. "Ich denke darüber nach, was passieren könnte und was ich tun muss, damit nichts passiert." Beispiel Kreissäge: Er habe einen "Heidenrespekt" vor dem laufenden Sägeblatt. Deshalb warte er nach dem Sägen ab, bis das Blatt sich nicht mehr bewege. Außerdem stelle er sich so zum Arbeitstisch, dass er sich nicht ins Bein sägt, sollte er mit dem Werkzeug einmal abrutschen. "Nicht-Blinde sind da viel sorgloser", erklärt Hermann seine verletzungsfreie Hausbau-Bilanz. Er dagegen sei zu jedem Zeitpunkt und bei jedem Arbeitsschritt voll konzentriert.

Erstaunlich ist, dass der blinde Hermann so viel Wert auf die Optik seines Hauses und die Aussicht legt. "Ich bin ein Naturmensch, der noch eine ungefähre Vorstellung davon hat, wie die Landschaft hier aussieht und wo die Sonne auf und untergeht", erklärt er und zeigt treffsicher auf das kleine Schloss am gegenüberliegenden Hang. Für ihn habe das Grundstück, auf dem er baue, einen ideellen Wert, denn er kenne es noch aus seiner sehenden Zeit. Sogar ein Auto hat er sich in seine Garage gestellt - einen knallroten Pontiac Firebird, Baujahr 1993. "Es macht einen Riesenspaß, allein die Form des Autos zu spüren", sagt Hermann und streicht über die riesige Motorhaube. Er sehe nun mal mit den Händen.

Für das eigenständige Decken seines Daches und das Mauern der nichttragenden Innenwände hat es Hermann vor zehn Jahren sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Denn er sei der einzige Blinde weltweit, der in Eigenregie ein Haus baut. Auch Unternehmen wurden daraufhin auf Hermann aufmerksam und luden ihn ein, vor ihren Mitarbeitern Motivationsseminare zu halten. Natürlich habe er sich geschmeichelt gefühlt. "Aber ich verstehe mich nicht als Lehrmeister, sondern höchstens als Wegweiser."

Auf seinem eigenen Weg stehe am Ende sein Haus, sagt er. "Das ist meine Motivation." Doch wann sein Haus fertig sein wird - da wagt Hermann keine genaue Prognose. "Nachdem es im letzten Jahrtausend nicht geklappt hat, schaffe ich es mit Sicherheit in diesem." 


 

 Foto ZAMAN

Faz.net

Behinderter rettet vier Mädchen vor dem Ertrinken

Ohne Turgay Abdülbaki Duran hätten vier junge Menschen den Badeausflug an eine Bucht der türkischen Schwarzmeerküste nicht überlebt.

16. Juli 2002 

Ein Behinderter, der sich nur auf Krücken bewegen kann, hat an der Schwarzmeerküste der Türkei vier junge Mädchen vor dem Ertrinken gerettet. Der 37-jährige Turgay Abdülbaki Duran zog am vergangenen Wochenende trotz hohen Wellengangs die vier Teenager im Alter von 17 und 18 Jahren eigenhändig aus dem Wasser.

Andere Helfer retteten einen weiteren Schwimmer. Für drei Menschen, die ebenfalls beim Baden von den hohen Wellen überrascht wurden, kam allerdings jede Hilfe zu spät: Sie ertranken.


Diese Homepage ist bemerkenswert. Sie schildert das Leben von Kai nach einem schrecklichen Unfall aus sehr persönlicher Sicht: Kai aus Gronau


 

Team Hoyt

Team Tvilling

Ironman in Kopenhagen: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon (42,195 km)

Maximale Zeit: 16 Stunden (sonst Disqualifikation, also keine Wertung)

Die Zwillinge Steen und Peder Mondrup (34 Jahre) schafften die Strecke in 15:42:38 Stunden

 

 

 

 

 


powered by Beepworld