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Altenpflegemesse Nürnberg 2013

Wir waren dabei!

 

 

SP 10 und SP 11: Am 10.4.2013 fuhren wir zur Altenpflegemesse nach Nürnberg. Die Fahrt Bayreuth-Nürnberg und zurück war unproblematisch und wir konnten gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln das Messegelände erreichen. Wir waren erst einmal überrascht, wie groß diese Messe war. 

 

Uns wurde schnell klar, dass wir diese Messe niemals an einem Tag "abarbeiten" könnten. Es war beeindruckend, wieviele Aussteller aus ganz unterschiedlichen Bereichen vertreten waren. Positiv war auch, dass man viele Produkte ausprobieren und testen konnte. Allerdings verstanden wir zum Beispiel nicht, warum einige Aussteller wie beispielsweise Edeka dort vertreten waren, weil für uns der Bezug zur Altenpflege nicht richtig ersichtlich wurde.  

Wir trennten uns und gingen in Kleingruppen durch die riesigen Hallen. Dabei setzten alle für sich ihre Schwerpunkte. Ein guter Service war der Übersichtsplan, den wir anfangs bekamen. Allerdings bemerkten wir schnell, dass er nicht viel nutzte, da die Ausschilderung der einzelnen Hallen nicht so gut war. Trotz Plan konnte man sich problemlos verlaufen. Wir legten also alle ein großes Laufpensum ab. Leider entdeckten wir kaum Orte, an denen man sich kurz setzen und verschnaufen konnte. Die Luft war in den Hallen im Gedränge auch nicht besonders gut. Dazu kam die Geräuschkulisse der vielen Menschen, was eine Unterhaltung sehr erschwerte. Man war also nach kurzer Zeit gestresst und überfordert. 

Wenigstens gab es gastronomische Angebote. Aber auch dort gab es kaum freie Sitzplätze. Und die Preise für Essen und Getränke empfanden wir mehr als überteuert.  

Was uns noch störte war das Verhalten einiger Aussteller. Man gab uns klar zu verstehen, dass wir als Schüler nicht zu der Zielgruppe gehören, die sie wünschten. Also wurden wir abgewimmelt oder weggeschoben, wenn jemand kam, der ihnen genehmer erschien. Eigentlich war das ein ausgesprochen dummes Verhalten. Sie vergessen, dass wir die zukünftige Zielgruppe und sie unsere künftigen Klienten sind. Auch als Aussteller oder Unternehmer sollte man vorrausschauendes Denken erwarten können. So fiel unsere Einschätzung zur Altenpflegemesse sehr unterschiedlich aus. Einige Mitschüler meinten nur: "Nie wieder!"

Aber nicht alle Aussteller hatten ein derartiges Verhalten. An einigen Ständen wurden wir gut beraten. Meistens war der Preis dafür, dass wir irgendetwas ausfüllen, mitnehmen oder unterschreiben sollten. Das war manchmal schon etwas aufdringlich. Doch von einigen Ideen, Neuerungen oder Produkten hätten wir nie etwas erfahren, wenn wir nicht diese Messe besucht hätten. Dazu einige Eindrücke unserer Mitschülerinnen und Mitschüler:

 

Kübra: "Kursana" ist ein Betreiber von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen. Die "Kursana Residenzen GmbH" war auf der Altenpflegemesse mit einem Stand vertreten und informierte Pflegekräfte über die beruflichen Perspektiven bei dem Unternehmen. Ich fand das Fotoshooting toll. Zuerst musste ich einen Bogen ausfüllen und konnte mich dann mit meiner Freundin Anna in einen „Pflege-Held“ im Supermannkostüm verwandeln. Als Andenken bekamen wir eine „Gratis Foto-Postkarte". Wir hätten uns auch in einen Ergoengel, Nachtschichteule, Pflegebiene oder Pflegefee verwandeln können. 

Elisa-Marie: Mir gefiel am besten das Posey-Bett, dass die Firma "Krewi" vorstellte. Dieses Pflegebett zum "freien" Fixieren ist ringsum mit einem Netz versehen. Nach etwa zehn Minuten nehmen die Augen das Netz nicht mehr wahr, ähnlich wie bei einem Insektenschutznetz am Fenster. Ich habe mich in das Bett hineingelegt, es war sehr gemütlich und viel Platz vorhanden. Dieses Bett ist gut zur Fixierung, aber ohne dass die Menschen das Gefühl bekommen, eingesperrt zu sein.

Lisa-Marie, Nadine und Jasmin: Die Firma "Thomashilfen für Behinderte GmbH & Co. Medico KG" stellte Bewegungsbetten vor. Diese Betten schaukeln ganz sanft und leicht hin- und her und erinnern an eine Luftmatratze auf dem Meer. Die Bewegungsbetten verringern die Dekubitusgefahr, fördern die Körperwahrnehmung und Eigenbewegung und sind besonders geeignet für Menschen mit Schlafstörungen. Wir durften das Bett ausprobieren und es war sehr entspannend. Am Anfang fühlte man sich wie auf einer Schaukel, nach ein paar Minuten nahm man die Bewegungen gar nicht mehr wahr. Solche Pflegebetten sollte es in allen Einrichtungen geben.

Amelie: Am Stand der Firma "Ato Form" konnte man sich das Evakuierungstuch "Ski Sheet" anschauen. Dieses Tuch legt man unter die Matratze und befestigt es an den Ecken der Matratze. Wenn es brennt, kann man den bettlägrigen Menschen mit diesem Tuch retten. Aus eingenähten Taschen am Rettungstuch zieht man Fixierungsgurte heraus und hebt die Menschen mitsamt Matratze aus dem Bett. Danach kann man die Menschen über den Boden ziehen und sogar Treppen bewältigen, ohne sie zu verletzen.

Yasmin, Iris: Die Firma "Wehrfritz" stellte ein Konzept vor zur Einrichtung von Snoezelen-Räumen. Dazu war der weiße Raum, ein Entspannungsraum, aufgebaut. Es spielte leise Musik im Hintergrund und es gab auch einen passenden Massagesessel. Die Wände waren fast vollständig mit Spiegeln verdeckt, die die Lichteffekte besonders gut zur Geltung brachten. Es wurden an dem Stand auch viele Spiele angeboten, um das Gedächtnis und die Grob- und Feinmotorik zu fördern.

Laura: Der Stand der Firma "Moll" stellte einen Alterssimulator vor. Mir wurden von einer Frau dort dünne Stoffhandschuhe angezogen, an denen Elektroden befestigt waren, die sie mit einem Gerät steuern konnte. Je mehr sie die Stufen erhöhte, umso stärkere Impulse empfingen die Elektroden , bis meine Hände zitterten, was ich nicht unterdrücken konnte. Sie gab mir dann einen Stift und ich sollte etwas aufschreiben. Das war sehr interessant, weil man so nachvollziehen konnte, wie sich alte Menschen fühlen. 

Anna: Die Firma "FriedWald GmbH" stellte den RuheForst vor. Der RuheForst ist ein kleines Waldstück, in dem sich Menschen nach ihrem Tod begraben lassen können. Die Bäume des Waldes stehen für Leben, ihre Farbe grün für Hoffnung. Angehörige haben, anders als bei den Gräbern auf dem Friedhof, beispielsweise die Möglichkeit, ein Picknick mitzunehmen und sich zu ihren Verstorbenen zu setzen. Hier können sie ohne viel Trubel trauern, sich in Ruhe mit den Verstorbenen unterhalten. Der RuheForst ist eine schöne Alternative zu den üblichen Friedhöfen.

Anna-Lena: Mich interessierte besonders die Badewanne der Firma "böhm, j. gmbh medizinische pflegetechnik". Diese Badewanne lässt sich seitlich öfnnen zum bequemeren Einstieg. Wenn die Tür wieder geschlossen ist, kann man gleich im unteren Bereich Wasser einlassen. Die Badewanne lässt sich in der Neigung verstellen, sodass man auch bequem darin liegen kann. Eine Mulde ermöglicht eine leichte Intimwäsche. Wird die Wanne hochgefahren, sitzt man wieder und kann sich dann dort auch bequem abtrocknen.

Jana T.: Am Stand der Firma "THERALINE" genossen wir die Massagekissen. Die Wirkung war sehr angenehm. Man spürte sofort die Stellen, die verspannt waren und wie sich die Verspannungen in ein paar Minuten lockerten. Nach unserem Test fühlten wir uns alle fit. 

Sina: HiPP GmbH & Co Vertrieb KG stellte an seinem Stand Produkte zur enteralen Ernährung vor wie Sondennahrung oder Trinknahrung. Man durfte sie auch kosten. Ich stellte fest, dass sie gar nicht so schlecht schmeckten.  

Marina: Die Themenwelt fand ich spannend, weil die ausgestellten Geräte nicht nur in der Altenpflege, sondern auch in der Heilerziehungspflege einsetzbar sind. Die Geräte sollen nicht nur allgemein die Bewegungsfreude fördern und Spaß machen, sondern waren auch besonders dafür gedacht, das Gleichgewicht zu fördern, um die Sturzgefahr zu verringern. Ein Karussel konnte auch mit Rollstuhl benutzt werden, wichtig zur Integration. Außerdem knüpfte es an biografische Erfahrungen an, denn aus der Kindheit kennt fast jeder derartige Karussels.