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Amputation

Eine Amputation ist die chirurgische Abtrennung eines Körperteils, weil das Leben eines Menschen sonst bedroht wäre, eine Heilung des Körperteils aussichtslos ist (therapeutische Amputation) oder unfallbedingt (traumatische Amputation).

Bei einer traumatischen Amputation ist unter günstigen Umständen eine Replantation möglich. Das heißt, abgetrennte Körperteile können wieder "angenäht" werden. Vorraussetzung ist, dass das Amputat schnellstens gefunden, zur Klinik steril und gekühlt transportiert und der Stumpf steril abgedeckt wird ohne die Durchblutung "abzuklemmen".

Gründe für therapeutische Amputationen sind arterielle Verschlusskrankheit, Verletzungen, Infektionen, bösartige Tumore oder chronische Wunden (z.B. Ulcus cruris, diabetisches Fußsyndrom).

Komplikationen bei Amputionen sind Nachblutungen, infizierte, schlecht heilende Wunden, Ödeme, Hämatome, Hauterkrankungen und Kontrakturen.

Ein besonderes Problem ist der Phantomschmerz, ein stechender, einschießender, brennender, stichartiger und oder krampfartiger Schmerz in dem nicht mehr vorhandenen Körperteil. Phantomschmerzen treten besonders bei emotionalen Stress, Wetterveränderungen, Kältereiz, mechanische Irritation, Wasserlassen und Stuhlentleerung auf. Je länger der Betroffene vor der Amputation Schmerzen hatte, um so intensiver sind die Phantomschmerzen aufgrund des Schmerzgedächtnisses.

Pflegemaßnahmen:

  • intensive Wundbeobachtung aufgrund der Nachblutungsgefahr
  • spezielle Lagerungen
    • gegebenenfalls Hochlagerung des Stumpfes (Ödemprophylaxe)
    • evtl. Strecklagerung zur Vermeidung einer Beugekontraktur
  • frühestmöglich aktive Bewegungsübungen
  • Hautpflege am Stumpf
    • kurze gründliche Waschung
    • Haut nicht "aufweichen"
    • weiche Bürstungen zur Abhärtung
    • an den Stumpf viel Licht und Luft lassen
  • baldigste Hilfsmittelversorgung
  • intensive psychisch-soziale Betreuung

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