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Empfängnis Buddhas / Biswarup Ganguly

 

Prinz Siddharta - Siddhartha Gautama - Buddha

 

Siddharta oder Siddhattha gilt als Begründer des Buddhismus.

Nach der Legende erschien seiner Mutter ein weißer Elefant und drang in ihre rechte Seite ein, durch die nach 10 Monaten Siddharta auch geboren wurde. Nachdem seine Mutter sieben Tage nach seiner Geburt verstarb, heiratete der Vater deren Schwester, die so seine Stiefmutter wurde.  

Zu seiner Geburt soll ein Seher verkündet haben, dass er ein großer König oder ein großer heiliger Mann wird. Sein Vater Shuddhodana wollte seinen Sohn als Nachfolger und König (oder regierender Fürst) sehen. Um zu verhindern, dass er die Laufbahn eines heiligen Mannes einschlägt, verbot er eine religiöse Unterrichtung und schirmte ihn von der Umwelt ab.

Nach der Geburt seines einzigen Sohnes verließ er öfter den Pallast und wanderte durch die Umgebung. Dabei wurde er mit der Realität und Leid konfrontiert, wodurch er in eine Lebenskrise geriet. Er verließ den Pallast endgültig und lebte zunächst als Asket. In den bestehenden Religionen und Philosophien fand er jedoch keinen Ansatz für seine Fragen. So wanderte er als Bettler weiter, übte sich in der Meditation und suchte sich einen eigenen Weg zu Antworten auf seine existentiellen Fragen.

Mit 35 Jahren soll er unter einer Pappelfeige in einer Vollmondnacht eine "Erleuchtung" gespürt haben. Es offenbarte sich für ihn ein Weg aus dem Leid herauszukommen, indem er sich von niederen Gefühlen, weltlichen Gütern und Unwissenheit loslöste. Daher werden Pappelfeigen heute auch als Bodhi-Baum bezeichnet, frei übersetzt der "Baum des Erwachens" oder "Baum der Weisheit". Buddhistische Klöster haben oft einen Ableger dieses Baumes in ihrem Besitz.

Ab da hielt er Lehrreden im Nordosten Indiens zum "Mittleren Pfad", den Weg zum "Erwachen" oder "Erleuchtung".  Dabei interessierte es ihn nicht, aus welcher sozialen Schicht oder Kaste die Menschen kamen. Egal welcher Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe hatte jeder Mensch die Möglichkeit zu erwachen, wenn er bereit wäre, den "achtfachen Pfad" zu beschreiten. Er wurde nun Siddharta Gautama genannt oder als Buddha ("der Erleuchtete") bezeichnet. 

Mit 80 Jahren trat er in Begleitung seiner Anhänger eine letzte Reise an. Der Legende nach soll er auf einem Berg gestorben sein, vermutlich an einer Lebensmittelvergiftung, und kurz zuvor seinen Anhängern eröffnet haben, dass seine Weisheit und sein Geist auf seinen Anhänger Mahakasyapa übergegangen sei. Damit wurde Mahakasyapa der erste buddhistische Patriarch. Seine letzten Worte sollen laut der Anwesenden "Alle Gebilde sind vergänglich. Arbeitet an eurer Befreiung" gewesen sein.

 

Die Jahreszahlen dienen nur als grober Anhaltspunkt, denn sie sind strittig. Die heutige Forschung geht davon aus, dass Siddhartha einige Jahrzehnte, eventuell sogar ein ganzes Jahrhundert später geboren wurde.