Suchprogramme, HTTP-Protokoll"> Berufsfachschule für Sozialpflege
 
 
 
 
 
 
 

Von ignat - http://plotnikovna.narod.ru/img/, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1478627

Die acht Speichen des Dharmachakra symbolisieren den Achtfachen Pfad (Jokhang-Tempel)

 

Die Lehre Buddhas

 

Bis heute wird darüber gestritten, ob der Buddhismus eine Religion oder Philosophie ist. Buddha war kein Gott, sondern ein Mensch. Im Buddhismus gibt es keinen Schöpfergott. 

Die Lehre Buddhas bestand darin, für jeden Menschen einen Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben aufzuzeigen. Sein "mittlerer Weg" empfahl seinen Anhängern einen Lebensstil ohne das Extreme, also weder extremer Konsum oder ausschweifende Ansprüche, noch extreme Askese oder Enthaltsamkeit. Die Menschen sollten so in die Lage versetzt werden, Ängste und die tagtäglichen Probleme zu überwinden und Freude und Glück zu erleben.

Seine "Vier Edle Wahrheiten" ist das Instrument, um sein Leben ändern zu können. Der achtfache Pfad ist der Weg zu den "Vier Edle Wahrheiten", die Anleitung zum Handeln. Ziel ist das Nirwana, der Ausbruch aus dem Kreislauf des Leidens und der Reinkarnation (Wiedergeburt).

Samsara, das sogenannte Lebensrad, ist die Bezeichnung für diesen Kreislauf von Werden, Sein, Vergehen und Reinkarnation, was als leidvoll angesehen wird. Im Innenkreis sind die drei Geistesgifte dargestellt: Hahn (Gier), Schlange (Hass), Schwein (Unwissenheit). Resultat dieser Geistesgifte wäre der absteigende schwarze Weg, der Weg der Überwindung dieser Geistesgifte der aufsteigende weiße Weg. Diese Wege führen auf die nächste Ebene in sechs mögliche Wiedergeburtsbereiche.

 

 

 

 

Eigentlich heißt Buddhas Lehre "Dharma". Das Dharma bedeutet Recht, Sitte und Gesetz, im weiteren Sinne auch Ethik, Moral und religiöse Verpflichtung, aber nicht nach westlichem Verständnis Religion. Ob der Buddhismus Religion oder Philosophie ist - darüber streiten sogar Buddhisten.

Das verdeutlicht bereits, dass es im Buddhismus viele Strömungen, Auslegungen und Ansichten gibt. Buddhist ist nicht gleich Buddhist. Die Grundlage des Buddhismus sind die:

 

"Vier edlen Wahrheiten"

1. Das Leben ist voller Leid und daher unbefriedigend / Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.

2. Ursache des Leidens ist Gier / Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.

3. Überwindung des Leidens durch Loslösung von weltlichen Gütern / Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.

4. Pfad zur Erleuchtung durch den Zustand inneren Friedens / Zum Erlöschen des Leidens führt der Achtfache Pfad

 

 

Es gibt sehr viele unterschiedliche Richtungen, Strömungen, Auffassungen im Buddhismus, als Schulen oder Fahrzeuge (über den Strom des Leidens) bezeichnet. Die in Deutschland wohl bekannteste Richtung ist der Lamaismus oder Tibetische Buddhismus, da der jetzige Dalai Lama in der Öffentlichkeit eine sehr bekannte Persönlichkeit ist.

Grob unterscheiden sich zwei Hauptrichtungen: Theravada (Hinayana) und Mahayana. Unstimmigkeiten der Mönche zur Verwendung von Geld, Genuss von Palmwein (alkoholisches Getränk) und zu Glaubensfragen (ob z.B. nur Mönche ins Nirwana kommen) führten zur Spaltung.  

 

Verbreitung:

  • Asien
  • Urgemeinde in Nordindien
  • Südliche Verbreitung überwiegend Hinayana
  • Nördliche Verbreitung hauptsächlich Mahayana, besonders über die Seidenstraße
  • Tibetischer Buddhismus verbreitete sich im Tibet und Mongolei