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Füße / Fußschäden

 

Fußschäden sind angeborene oder erworbene Abweichungen in der Anatomie des Fußes. Fußerkrankungen oder -schäden führen häufig zu starken Einschränkungen im täglichen Leben.

Mögliche Ursachen:

  • Veranlagung zu einer Schwäche von Bändern und Gelenkkapseln
  • Ungünstiges Schuhwerk (Z.B. High Heels, Flipflops etc)
  • Erzwungene Fehlhaltung (Z.B. zu enge oder spitze Schuhe)
  • Zu „bequeme“ Schuhe (Z.B. schlecht trainierte Fußmuskulatur durch das Fußbett, was zu Veränderungen des Fußgewölbes führt und schließlich zu Fuß- und Zehenfehlhaltung)
  • Einseitige Belastung (Ständiges Gehen auf Pflaster, Asphalt usw.)
  • Überlastung / Dauerbelastung (Z.B. stehende Berufe)
  • Übergewicht
  • Ausfälle von Fußmuskeln
  • Nervenschädigungen

Beispiele für Fußschäden

  • Knickfuß (Fußsenkung, Ferse mit Knickstellung)
  • Spreizfuß (Quergewölbe abgeflacht)
  • Senkfuß (Längsgewölbe abgeflacht)
  • Plattfuß (Quer- und Längsgewölbe stark abgeflacht)
  • Klumpfuß (Meist angeboren, Fußrücken zeigt nach vorn, Fußsohle nach hinten)
  • Hallux valgus (häufigste vorkommende Zehendeformität, die Großzehe weicht im Grundgelenk nach außen ab und ist um die eigene Achse verdreht)
  • Hallux rigidus (schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe im Grundgelenk bis hin zur Versteifung durch Abnutzung des Gelenkknorpels)
  • Hammer- und Krallenzehen (Fehlstellungen, meist verursacht durch ein "antrainiertes" Ungleichgewicht zwischen Zehenbeugern und  –streckern)

 

   Klumpfuß, Historische Lithographie 1854

 

Fehlstellungen der Füße verschieben die Körperachse. Somit wirken Fußschäden auf den gesamten Stütz- und Bewegungsapparat und führen zu Folgeerkrankungen wie Arthrose, Rückenbeschwerden, Verspannungen, etc. Um derartige Folgeschäden zu vermeiden, sollten Fußschäden so früh wie möglich diagnostiziert werden.

 

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Fußgymnastik und Barfußgehen auf natürlichen Böden
  • Häufiger Schuhwechsel / flexibles Schuhwerk
  • Gewichtsreduktion
  • Keine einseitige Belastung / Überforderung / Dauerbelastung

 

Fußpflege ist keine pflegerische Leistung. Für die Fußpflege sind die Podologen (Podologie = nichtärztliche Heilkunde am Fuß) zuständig. Aufgabe des Pflegepersonals ist die Beobachtung der Füße und gegebenenfalls Terminvereinbarungen mit dem Podologen.

Fußnägelschneiden ist keine vom MDK anerkannte Leistung und wird von Altenheimen nicht bezahlt. Verursachen Pflegekräfte bei der Fußpflege Verletzungen, kann es zu Haftungsansprüchen kommen.

 

Besonders bei Diabetikern müssen die Füße sehr intensiv beobachtet und wenigstens zweimal am Tag gründlich kontrolliert werden: siehe Diabetisches Fußsyndrom

 

 

Lotos- oder Lilienfüße