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Das Gedächtnis

Das Ultrakurzzeitgedächtnis oder Sensorische Gedächtnis speichert neue Informationen über die Sinnesorgane für wenige Sekunden. Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Motivation, Interesse, Assoziationen beeinflussen die Verarbeitung und filtern nur die als wichtig erkannten Informationen heraus, die dann in das Kurzzeitgedächtnis gelangen. Durch das Ultrakurzzeitgedächtnis ist es möglich, begonnene Handlungen zu Ende zu führen. 

Das Kurzzeitgedächtnis (KZG), auch als  Arbeitsgedächtnismodell bezeichnet, ist so etwas wie der Arbeitsspeicher. Es speichert kurzfristig visuelle Eindrücke, verbale Informationen (die durch inneres Wiederholen relativ lange verfügbar bleiben können), stellt die Verbindung zum Langzeitgedächtnis her und steuert die Aufmerksamkeit.

Das Langzeitgedächtnis (LZG) ist das dauerhafte Speichersystem des Gehirns. Informationen können im Langzeitgedächtnis von Minuten bis zu Jahren gespeichert werden (sekundäres Gedächtnis), aber auch ein Leben lang (tertiäres Gedächtnis).

 

 

Denken und Gedächtnis sind an Sprache gebunden. Dennoch können bereits wenige Tage alte Säuglinge sich beispielsweise Gesichter einprägen und diese Informationen über Tage bis Monate abspeichern. Mit zunehmenden Alter verbessern sich die Gedächtnisleistungen. Die frühkindliche Gedächtnisleistung beeinflusst stark die intellektuelle Entwicklung des Kindes. Das Metagedächtnis wird etwa ab Vorschulalter langsam entwickelt. 

 

Die Gedächtnisspanne ist die Menge an Informationen (beispielsweise Begriffe wie einsilbige Wörter wie Pferd, Hund, Kuh oder einfache Zahlen), die ein Mensch sich für einige Sekunden merken und gleichzeitig verarbeiten kann. Diese Wörter werden bei der Verarbeitung miteinander verglichen und logisch verbunden. Kleine Kinder haben eine geringe Gedächtnisspanne, das heißt, sie können nur zwei oder drei Begriffe gleichzeitig bearbeiten. Etwa alle zwei Jahre steigert sich die Gedächtnisspanne um ein Element. Ein Erwachsener kann sich im Durchschnitt sieben Wörter merken. Eine große Gedächtnisspanne erlaubt komplizierte Denkvorgänge.

(Aristocats/Disney)

Im Alter reduzieren sich zwar die Gedächtnisleistungen, die Minderung kann aber von gesunden alten Menschen kompensiert werden. Menschen mit Demenz ist das nicht möglich.