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Gedächtnis

 

 

Wie funktioniert das Gedächtnis, Um besser lernen zu können, sollte man zumindest im Groben wissen, wie das Gedächtnis funktioniert.

Zunächst erhält das Gehirn unzählige Informationen über die Sinnesorgane, die im Ultrakurzzeitgedächtnis (Abkürzung UKG oder UKZ; auch sensorisches Gedächtnis genannt) gespeichert werden. Das UKG funtioniert wie ein Filter und trennt wichtige und unwichtige Informationen. Der größte Teil der Informationen wird als unwichtig bewertet und gelöscht, um das Gehirn vor Überlastung zu schützen. Die wichtigen Informationen bleiben bis zu zwei Sekunden im UKG. 

Die für wichtig befundenen Wahrnehmungen werden nun im Kurzzeitgedächtnis (Abkürzung KZG; auch Arbeitsgedächtnis oder Arbeitsspeicher genannt), weiterverarbeitet. Das KZG ist die Grundlage bewusster Informationsverarbeitung. Auch hier werden die Informationen nocheinmal gefiltert. Diese Filterung ist nötig, weil das KZG nur eine begrenzte Menge von Informationen gleichzeitig verarbeiten kann. Die Speicherdauer beträgt circa 15 Sekunden. Sollen Informationen länger behalten werden, müssen sie im Geiste wiederholt werden. 

Schließlich gelangen die ausgefilterten Informationen in das Langzeitgedächtnis (Abkürzung LZG). Hier können sie minuten-, jahre- (sekundäres Gedächtnis) oder lebenslang (tertiäres Gedächtnis) gespeichert werden. Das LZG beinhaltet das gesamte Wissen über sich selbst und die Welt. Hier werden alle als wichtig befundenen Informationen, Erfahrungen, Emotionen und Fertigkeiten gespeichert. Das LZG speichert neue Informationen und ermöglicht das Abrufen von Gedächtnisinhalten.    

Dabei können allerdings Gedächtnisinhalte verblassen oder zerfallen, beispielsweise durch konkurrierende Informationen. So ist es leichter, gleichzeitig englische Vokabeln und chemische Formeln zu erlernen als englische und französische Vokabeln. Lerninhalte festigen sich am ehesten, wenn die Informationen bewusst abgerufen werden und im KZG wiederholt bearbeitet werden. Deshalb ist das Wiederholen und Üben von Lerninhalten wichtig. Je mehr das Wissen mit anderen Inhalten verknüpft wird, umso mehr wird es im Gedächtnis verankert. 

Für möglichst viele Verknüpfungen sollte man beide Gehirnhälften ansprechen. In den verschiedenen Regionen des Gehirns findet schwerpunktmäßig die Verarbeitung der Informationen statt. So verarbeitet die rechte Gehirnhälfte visuelle Eindrücke, die linke Gehirnhälfte ist für logisches, abstraktes und analytisches Denken da.

Das Gehirn führt die Informationen zusammen. Büffeln oder stures Auswendiglernen bringt wenig, denn es spricht überwiegend die linke Gehirnhälfte an. Die rechte Gehirnhälfte wird miteinbezogen, wenn beim Lernen beispielsweise auch Bilder einfließen. Werden die neuen Informationen über mehrere Sinnesorgane aufgenommen, werden unterschiedliche Gehirnregionen aktiviert und schneller und leichter Verknüpfungen gebildet. Daher der Spruch: „Mit allen Sinnen lernen“.

 

 

Ein paar Tipps zum stressfreien Wiederholen des Lernstoffs

Lernen im Schlaf

„Packe dir abends Bücher unter das Kopfkissen und morgens weißt du alles, was drin steht ohne das du lernen musst.“ Schön wär´s! Resultat: Morgens unausgeschlafen und Kopfschmerzen, weil Bücher nun mal hart sind und nicht die ideale Unterlage für den Kopf. 

Ist was dran, dass man im Schlaf lernen kann? Angeblich hatten früher im alten Griechenland Lehrer nachts ihren schlafenden Schülern den Lernstoff eingeflüstert, den die Schüler anschließend tagsüber beherrschten. 

Um diese Frage sofort zu beantworten: „Nein, ich werde nicht nachts an eurem Bett sitzen und euch die verhasste Pflegetheorie einflüstern“. Das wäre auch sinnlos. Denn es reicht nicht, die Begriffe der  Pflegetheorie zu lernen, sondern es muss verstanden, die logischen Zusammenhänge erkannt und verknüft und der Theorie-Praxistransfer geleistet werden. Und das kann ein Lernen im Schlaf nicht leisten.

Man kann aber vor dem Einschlafen sich einen kuzen Lernstoff laut vorlesen und dann entspannen. Morgens wieder diesen Lernstoff laut vorlesen. Im Laufe des Tages überprüfen, was man von dem Lernstoff noch weiß. Wichtig ist, dass der Stoff nicht zu umfangreich ist.

Die Sache mit der Verdauung

Man verbringt täglich viel Zeit auf der Toilette. Diese Zeit könnte man effektiv für das Lernen von Fachbegriffen nutzen. Die neuesten Fachbegriffe groß auf einen Zettel schreiben und auf der Toilette gut sichtbar aufhängen. Noch besser prägt man sich die Fachbegriffe ein, wenn man ein passendes Bild zum Fachbegriff klebt. 

Schulweg

Wer mit Bus oder Bahn zur Schule fährt, die App auf das Handy runterladen für das Lernen von den Fachbegriffen und unterwegs nutzen.