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Das Herz (Cor)
 
 

Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, dass den Blutkreisklauf in Gang hält. Es befindet sich miitig in der Brusthöhle zwischen den Lungenflügeln auf dem Zwerchfell, in der Regel links versetzt hinter dem Brustbein (Sternum). Das gesunde Herz wiegt etwa 0,5 % des Körpergewichts (beim Erwachsenen circa 300 g). Bei einer dauerhaften Belastung des Körpers reagiert das Herz mit einer Vergrößerung bestehender Herzmuskelzellen und wird schwerer. Ab 500 g spricht man von einem kritischen Herzgewicht,

 
Aufgabe des Herzens
 

Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs

 Versorgung der Organe mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen 

 

 
Aufbau des Herzens
 
Das Herz besteht aus einer rechten und linken Seite. Jede Seite umfasst zwei Hohlräume, Vorhof (Atrium) und Kammer (Ventrikel), die durch die Herzklappen getrennt sind. Die Herzklappen sorgen für die richtige Strömungsrichtung des Blutes.
 
In den rechten Vorhof tritt venöses sauerstoffarmes Blut aus dem Körper ein. Das Blut wird in die rechte Herzkammer und dann in die Lungen gepumpt. In den Lungen wird das venöse Blut mit Sauerstoff angereichert und Kohlendioxid in die Lungenbläschen abgegeben. 
 
Aus der Lunge gelangt das sauerstoffreiche Blut durch den linken Vorhof in die linke Herzkammer und wird über die Hauptschlagader (Aorta) in den Körper gepumpt. 
 
Schema des menschlichen Herzens
 
 
In Organen und Körpergeweben gibt das Blut Sauerstoff ab und nimmt Kohlendioxid auf. Das Blut gelangt durch die Venen wieder in den rechten Vorhof und der Kreislauf beginnt von Neuem.
 
In Ruhe schlägt das Herz durchschnittlich 60-80 mal pro Minute und pumpt etwa 5 Liter Blut durch den Körper, mit jedem Herzschlag etwa 80 ml. Bei körperlicher Betätigung steigert sich die Pumpleistung des Herzens bis zu 25 Liter pro Minute.
 
 
Während der Kontraktur des Herzens steuern die Herzklappen den Blutstrom. Die vier Herzklappen (Segelklappen und Taschenklappen) wirken im Herz als Ventile und verhindern einen Rückstrom des Blutes.Die Diastole der Vorhöfe findet während der Systole der Kammern statt, die Systole der Vorhöfe während der Diastole der Kammern.
 
Arbeitsweise des Herzens
 
 
Diastole   Systole

Autor Wapcaplet
 

Autor Wapcaplet
 

Entspannungs- und Füllungsphase

Anspannungs- und Austreibungsphase

Die Kammern füllen sich mit Blut aus den Vorhöfen über die Segelklappen, die Taschenklappen sind geschlossen

Das Blut wird in den Körperkreislauf (rot) und den Lungenkreislauf (blau) durch die Taschenklappen gepumpt, die Segelklappen sind geschlossen

 

Reizleitungssystem

Den Impuls zur Kontraktur des Herzmuskels erhält das Organ vom Reizleitungssystem. Das Reizleitungssystem besteht aus dem Sinusknoten, AV-Knoten ( Atrioventrikularknoten), His-Bündel und den Purkinjefasern.
 
 
Autor: J. Heuser1= Lage des Sinusknoten 2= Lage des AV-Knotens
 
 
Der Sinusknoten ist der Herzschrittmacher. Er ist der primäre elektrische Taktgeber der Herzaktion. Spezialisierte Herzmuskelzellen des Sinusknoten erzeugen normalerweise 60 bis 80 elektrische Impulse pro Minute, die zum AV-Knoten weitergeleitet werden.
 
Der AV-Knoten ist der sekundäre Schrittmacher des Herzens. Fällt der Sinusknoten aus, kann der AV-Knoten die Impulsgebung übernehmen, allerdings mit nur 40 bis 50 Erregungen pro Minute. Die Schrittmachertätigkeit des AV-Knotens wird im Regelfall vom Sinusknoten überdeckt.
 
Der AV-Knoten leitet die Erregung weiter an das His-Bündel. Auch das His-Bündel hat einen Eigenrhythmus mit 20 bis 30 Erregungen pro Minute. Damit könnte das His-Bündel als tertiärer Schrittmacher des Herzens die Funktion des AV-Knoten übernehmen. Das His-Bündel teilt sich in drei Äste, An der Herzspitze teilen sich die Schenkel weiter in die Purkinje-Fasern, die die Impulse an die Arbeitsmuskulatur weitergeben.

Die Purkinje-Fasern bestehen aus spezialisierten Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten), die die Erregung weiterleiten können. Die Herzmuskelzellen sind Zellen des Myokards. Das Myokard ist die Schicht von Herzmuskelgewebe zwischen dem Endokard (Herzinnenhaut) und dem Epikard (Herzaußenhaut). Zwei Arten von Herzmuskelzellen werden unterschieden, die Herzmuskelzellen der Arbeitsmuskuluatur (verantwortlich für die Kontraktion des Herzens) und die Herzmuskelzellen des Erregungsleitungssystems (verantwortlich für Bildung und Weiterleitung von Erregungen des Herzens).

Das vegetative Nervensystem steuert die Herzleistung durch den Parasympathikus (Verlangsamung des Pulses, Erregbarkeit durch die Verlangsamung der Erregungsleitung vom Sinusknoten zum AV-Knoten) und dem Gegenspieler Sympathikus (Steigerung der Herztätigkeit).

 

Aufbau der Herzwand

Die Herzwand besteht aus drei Schichten:

Endokard: die Herzinnenhaut kleidet das Herz von innen aus und bildet die vier Herzklappen
Myokard: Herzmuskelgewebe, der größte Teil der Herzwand
Epikard: die Herzaußenhaut bedeckt die Oberfläche des Herzens und die Herzkranzgefäße. Es ist nur hauchdünn und sondert geringe Mengen einer klaren Flüssigkeit ab, durch die das Herz während des Pumpvorgangs im Herzbeutel gleiten kann.

Das gesamte Herz ist zusätzlich vom Herzbeutel, dem Perikard, umschlossen.

 

 

 

 

Siehe: Blutdruck und Blutdruckmessung

 

Siehe: Puls und Puls messen

Siehe: Herz- Kreislauferkrankungen (Herzinsuffienz)


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