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Das HKL - Modell
Handlungsfelder, Kompetenzen,  Lebensqualität
 
Das HKL-Modell beschreibt die Handlungsfelder der Heilpädagogik und umfasst direkte und indirekte Handlungsfelder.
 
Direkte Handlungsfelder
 
Sieben direkte Handlungsfelder beschreiben den direkten Umgang mit Menschen mit Behinderung oder drohender Behinderung. 
 
Assistenz 
Assistenz bedeutet auf Wunsch zur Hand gehen. Der Betreute bestimmt, welche Hilfen er benötigt, um möglichst ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Der Betreuende gibt die Hilfen, die gewünscht werden. Die Assistenz muss reflektiert werden, darf aber nicht geforderte Hilfen ver- oder beurteilen.
 
Begleitung
Der Betreuende bietet Unterstützung an, ohne dass der Betreute sie eingefordert hat. Die Unterstützung ist individuell an den Bedürfnissen des Betreuten orientiert, was eine gute Beobachtungsgabe und großes Einfühlungsvermögen voraussetzt. Im Handlungsfeld Begleitung wird der Alltag gestaltet mit dem Fernziel, Selbstbestimmung zu ermöglichen. 
 
Beratung
In überfordernden Situationen benötigen Betreute partnerschaftlichen Rat. Der Beratungsbedarf kann lebenspraktische, rechtliche oder zwischenmenschliche Beziehungen betreffen. Der Betreute arbeitet in diesem Handlungsfeld personenzentriert und/oder themenorientiert. Kommunikationstechniken werden eingesetzt, um dem Betreuten Wege zur Lösung zu eröffnen. Beratungen sind Angebote des Betreuenden, der Betreute entscheidet jedoch darüber, ob er die Beratung annimmt und umsetzt. Ziel der Beratung ist die Entwicklung von Lösungen zum Problem des Betreuten.
 
Bildung
Bildung bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein Menschsein, seine geistigen Fähigkeiten. Im Bildungsprozess erschließt sich der Mensch die Welt. Bildung verändert den Menschen, aber auch sein Umfeld. Bildung ist für den Betreuten ein wichtiger Schlüssel zu seiner Emanzipation und Integration. Der Betreuende muss vorhandene Bildungskompetenzen des Betreuten erkennen und dafür entsprechende Bildungsangebote entwickeln.    
 
Erziehung
Unter Erziehung versteht man nach Erziehungsnormen die geleitete Einübung bei Kindern und Jugendlichen in körperliche, emotionale, charakterliche, soziale, intellektuelle und lebenspraktische Kompetenzen mit dem Ziel, eine größere Selbständigkeit zu erlangen. Ziel von Erziehungsprozessen ist, dass der Betreute trotz seiner Handicaps die größtmögliche Autonomie erreicht. 
Förderung und Erhalten von Fähigkeiten und Fertigkeiten
Dieses Handlungsfeld soll Betreuten zielgerichtete Angebote machen, um ihre Entwicklung zu fördern oder einen Abbau zu verhindern. Es ist eng mit dem Handlungsfeld Bildung verbunden. Der Betreuende entwickelt Förderangebote und reflektiert die Weiterentwicklung des Betreuten. 
 
Förderung und Erhalten von Fähigkeiten und Fertigkeiten
Dieses Handlungsfeld soll Betreuten zielgerichtete Angebote machen, um ihre Entwicklung zu fördern oder einen Abbau zu verhindern. Es ist eng mit dem Handlungsfeld Bildung verbunden. Der Betreuende entwickelt Förderangebote und reflektiert die Weiterentwicklung des Betreuten. 
 
Pflege
Die Pflege ist eng mit allen anderen Handlungsfeldern verknüpft. Das Pflegeverständnis ist die Gesunderhaltung auf der Basis einer ganzheitlichen, professionellen, individuellen, konzeptionellen,  entwicklungsfördernden, lebensalter- und lebenssituationsbezogenen Pflege. Der Betreuende kann Pflege planen, durchführen und reflektieren. 
 
Indirekte Handlungsfelder
 
Vier "indirekte Handlungsfelder" beschreiben den nicht direkten Umgang mit Betreuten. 
 
Anleitung 
Anleitung, Einarbeitung und Führung neuer Kolleginnen, Angehörige, Hilfskräfte, Ehrenamtliche, etc mit dem Ziel, die direkten Handlungsfelder einheitlich umzusetzen.
 
Management
Rechtliche Voraussetzungen müssen gekannt und berücksichtigt werden, Arbeitsabläufe müssen organisiert, strukturiert und umgesetzt werden. Nachhaltigkeit und Finanzierbarkeit der Betreuung sind wesentliche Aspekte. 
 
Sozialraumorientierung
Ziel der Betreuung ist die Inklusion oder Integration, keine Ausgrenzung beispielsweise durch Sondereinrichtungen. Der Aufbau von sozialen Netzwerken ermöglicht Unterstützung und Solidarität von "außen" zu den Betreuten. 
 
Zusammenarbeit
Die Ziele können nur umgesetzt werden durch eine gute Teamarbeit. Dazu benötigt man Kenntnisse über Teamdynamik. Mit Angehörigen sollte partnerschaftlich zusammengearbeitet werden und berufsübergreifend. 
 
 
(HKL-Modell der Heilerziehungspflege, BAG HEP)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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