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HMB-Verfahren

 

Das HMB-Verfahren (Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung) ermittelt den  Unterstützungsbedarf, Kompetenzen und Ressourcen von Menschen mit Behinderung.

Kostenträger legen den Umfang des Förderbedarfes und finanziellen Unterstützung für Menschen mit Behinderung nach diesem Verfahren fest. Dazu wird der Mensch mit Behinderung einer von fünf Hilfsbedarfsgruppen zugeordnet. Diese Einstufung erfolgt in der Regel bei der Erstaufnahme in eine Einrichtung. Das HMB-Verfahren ist meist auch eine Grundlage für den späteren individuellen Hilfeplan.

Die HMB-Einstufung wird regelmäßig überprüft, um auf Veränderungen reagieren zu können. Die Fragebögen dazu erfassen die Behinderung und derzeitigen Hilfsbedarf. Besonders berücksichtigt werden im Fragebogen der Lebensbereich „Wohnen“ und die individuelle Lebensgestaltung. Es wird nicht nur festgestellt, welche Handlungen der Betroffene in der Lage ist durchzuführen, sondern auch, inwieweit er seine Handlungen planen, über sich selbst bestimmen, selber entscheiden und versorgen kann.

Ein Betroffener wäre beispielsweise vom körperlichen Gesichtspunkt aus in der Lage, seinen täglichen Bedarf an Nahrungsmitteln selber einzukaufen. Bei der HMB-Einstufung wird aber festgestellt, dass ihm dazu die Motivation fehlt, weil er noch nie alleine einkaufen war und die fehlende Erfahrung oder das Unvermögen zu Entscheidungen ihn überfordert. Nach dem HMB-Verfahren wird dann festgestellt, dass er aufgrund der mangelnden Motivation die Aufgabe, für seine Ernährung alleine zu sorgen, nicht bewältigen kann und daher eine Assistenz erforderlich ist.   

Betreffs der Lebenssituation des Betroffenen wird also festgestellt, kann er eine Aktivität für sich befriedigend ausüben (bedarf dann keine Hilfe) oder kann er es nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht bewältigen. Daran orientiert sich dann die Bestandsaufnahme der Hilfsleistungen und die Ziele der Förderung.

Bei der Auswertung der Fragebögen werden Punkte vergeben, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung. Z.B. werden soziale Beziehungen gestalten im Vergleich zur alltäglichen Lebensführung doppelt gepunktet. Zum Schluss wird die Gesamtpunktzahl ermittelt, die zu einer der fünf Hilfsbedarfsgruppen zuordnet. Diese Zuordnung zu einer bestimmten Hilfsbedarfsgruppe gilt bundesweit.


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