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Die hygienische Händedesinfektion

 

Die Hände sind der häufigste Weg für die Übertragung von Infektionen. Daher ist der effektivste Schutz gegen die Übertragung von Krankheitskeimen eine korrekt durchgeführte Händedesinfektion. Beim  Händewaschen werden nur wenige Keime abgetötet oder abgespült. Bei der hygienischen Händedesinfektion werden Bakterien, Pilze oder Viren abgetötet, die vorübergehend auf der Haut sind (Anflugkeime). Während der chirurgischen Händedesinfektion werden auch die Bakterien der Hautflora reduziert. 

 

Fehlende oder mangelhafte hygienische Händedesinfektion kann gerichtliche Folgen haben:  Gerichtsurteil: OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.6.1987, VersR 1988, Seite 40f. 

"Ein Arzt hatte zwei Patienten untersucht und danach, ohne zuvor seine Hände zu desinfizieren, einem weiteren Patienten eine Spritze gegeben. Das Gericht sah darin einen groben Behandlungsfehler und ging von einer Beweislastumkehr aus." 

 

 

Mit der Händedesinfektion werden Infektionsketten unterbrochen.

  • Nur trockene Hände desinfizieren.

  • Alle Flächen der Hände müssen mit dem Händedesinfektionsmittel benetzt werden.

  • Die Einhaltung der erforderlichen Einwirkzeit laut Herstellerangaben, meist 30 Sekunden.

  • Verwendung der richtigen Konzentration. Gebrauchsfertige Lösungen dürfen nicht verdünnt werden.

  • Das Händewaschen bei pflegerischen Tätigkeiten reicht nicht.