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Infektionskrankheit

 

Eine Infektionskrankheit ist eine durch Erreger hervorgerufene Erkrankung, die aber nicht mit einer Infektion gleichgesetzt werden kann, da nicht jede Infektion zu einer Erkrankung führt. Krankheitsverlauf, zeitliche Abläufe und Symptome sind je nach Erreger sehr unterschiedlich.

 

  • Lokalisierte Infektionskrankheiten beschränken sich auf bestimmte Körperteile oder Organe
  • Generalisierte Infektionskrankheiten breiten sich im ganzen Körper aus.

 

 

Infektionskrankheiten verlaufen in vier Phasen:

 

1. Die Invasionsphase beschreibt die eigentliche Ansteckung. Der Krankheitserreger dringt in den Körper ein, bleibt aber zunächst inaktiv und vermehrt sich nicht.

 

2. Die Inkubationszeit ist der zeitliche Abstand zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch und dauert je nach Erreger einige Stunden bis Jahre. Der Erreger beginnt sich im Körper zu vermehren, der Infizierte hat aber meist noch keine Beschwerden. Viele, besonders virale, Infektionen sind am Ende der Inkubationszeit hoch ansteckend, weil kurz vor den ersten Symptomen eine explosionsartige Erregervermehrung stattfindet.

Beispiele für Inkubationszeiten: Diphterie 1 bis 7 Tage, Röteln 14 bis 21 Tage, AIDS auch mehr als 10 Jahre, Poliomyelitis (Kinderlähmung) 3 bis 35 Tage, Schnupfen wenige Stunden bis eine Woche, Grippe wenige Stunden bis drei Tage

 

3. In der Krankheitsphase zeigen sich erste Symptome. Der Krankheitsverlauf wird von der Fähigkeit des Immunsystems, den Erreger zu eliminieren, bestimmt. Medikamente unterstützen dabei den Körper, zum Beispiel Antibiotika gegen Bakterien, Antimykotika gegen Pilze oder Virostatika gegen Viren. Gegen einige Krankheitserreger gibt es Impfungen. Doch nicht jede Infektionskrankheit kann geheilt werden.

Manche Infektionskrankheiten verlaufen

  • latent (“schlummernd”)
  • asymptomatisch (ohne Symptome)
  • oligosymptomatisch (in leichten, unspezifischen Störungen des Allgemeinbefindens)
  • fulminant (sehr schneller Beginn mit schwerstem Krankheitsbild)
  • akut (rascher Beginn)
  • subakut (allmählicher, schwer abgrenzbarer Krankheitsbeginn)
  • chronisch (sich langsam entwickelnd und lange dauernder Krankheitsverlauf)
  • rezidivierend (wiederkehrend)

 

4. In der Überwindungsphase werden normalerweise alle Erreger vernichtet. Kann der Erreger jedoch nicht eliminiert werden, verläuft die Krankheit letal oder es kommt zu einer örtlichen Eingrenzung oder Abkapselung des Erregers.

Dann besteht bei einer Abwehrschwäche die Gefahr, dass die Infektionskrankheit erneut ausbricht. Ein weiteres Risiko der Eingrenzung der Erreger besteht in der Dauerausscheidung, beispielsweise bei Salmonellose oder Typhus.