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Inkontinenz

 

Unvermögen, Urin willkürlich zurückzuhalten.

Im hohen Lebensalter lässt die Gewebsfestigkeit nach und es kann zu einer Schwächung des Schließmuskels kommen.

 

Relativinkontinenz

Husten, niesen, pressen 

 

Stressinkontinenz

Harnverlust unter Belastung

Schwächung des Schließmuskelsystems am Blasenauslass

Oft traumatisch (Operationen, Geburten, Verletzungen)

Im Alter degenrativ durch zunehmende Gewebsschwäche

 

Dranginkontinenz

Überaktivität des Blasenmuskels

Beispielsweise durch chronische Entzündungen, Tumore, Strahlenschäden

 

Reflexinkontinenz 

Funktion der Blase und Schließmuskel wird durch pathologische Reflexe gesteuert.

Tritt hauptsächlich bei der Querschnittlähmung auf. 

Harnabgang und Harndrang werden nicht wahrgenommen.

Komplikation: Resturin

 

Überlaufinkontinenz

Behinderung der Blasenentleerung durch ein Hindernis (z.B. Harnröhrenverengung)

„Tröpfeln“

 

Ungehemmte neuropathische Harnblase

Athrophie (Gewebsschwund) des Großhirns im Alter, Schlaganfall, Hirntumor

Kontrollfunktion des Großhirns über Blasenentleerung ist herabgesetzt

 

Extraurethrale Inkontinenz

Urinabgang nicht über die Harnröhre, sondern über pathologische Fistelgänge

Angeborene Missbildung, traumatisch (verletzungsbedingt), entzündungsbedingt

 

Inkontinenz bedeutet: Lebensverändernde Auswirkungen

 

 Ängste

  • Evtl. nicht rechtzeitig ein WC finden
  • Ein Tabu zu brechen
  • Dass es bekannt wird
  • Dass man fremde Hilfe benötigt
  • Vor Stigmatisierung (man sieht es einem an)
  • Auf Missgeschicke nicht vorbereitet (Wechselsachen)
  • Vor Risiken (husten, niesen)
  • Mobbing
  • Sex
  • Kein vollwertiger, funktionierender Mensch zu sein 

 

Psycho-soziale Aspekte

  • Schamgefühl
  • Verunsicherung
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Verringertes Selbstbewusstsein
  • Ablehnung des eigenen Körpers
  • Ekel vor dem eigenen Körper
  • Verlust an Körperwahrnehmung
  • Vereinsamung
  • Isolation
  • Abhängigkeit 

 

Lebensgestaltung

  • Vermeidung von öffentlichen Einrichtungen
  • Keine Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen
  • Fernbleiben von Familienfesten
  • Meidung von bestimmten Nahrungsmitteln
  • Reduzierte Flüssigkeitsaufnahme
  • Veränderter Kleidungsstil
  • Räumliche Gebundenheit
  • Keine längeren Fahrten
  • Nicht woanders schlafen
  • Benutzung von Duftstoffen (Deo, Parfüm) 

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