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Lerntreppe

 

Lernen ist wie eine Treppe.  Man kann eine Treppe langsam hochlaufen, Stufe für Stufe. Sportliche rennen vielleicht die Treppe hoch und überspringen auch mal ein oder zwei Stufen. Und  andere Leute haben furchtbare Probleme mit der Treppe und ziehen sich mühsam am Treppengeländer hoch. Aber letztendlich ist es völlig egal, wie man die Treppe überwindet.  Hauptsache, man kommt oben an. Das ist dann der Lernerfolg. Und auch wenn der Körper noch unter den Strapazen vom Treppensteigen leidet, das Gehirn freut sich.

 

Nur das Ziel zählt: der obere Treppenabsatz, der sich Lernerfolg nennt!

 

In welcher Zeit der Absatz erreicht wird, ist eigentlich unwichtig. Aber man sollte schon wissen, wie fit man ist und wieviel Zeit man einplanen muss für die Treppe. Wenn man sehr viel Zeit benötigt, sollte man an Proviant denken. Sonst bekommt man unterwegs Hunger und muss umkehren. Steigt man mit einem zu hohen Anfangstempo hoch, könnte man sich überfordern und auf der Treppe zusammenbrechen. Da die Treppenstufen nur Fußbreite haben, rollt man dann ganz schnell wieder runter. Ablenkungen mögen sehr willkommen sein. Nur ständig wieder runterzukommen von der Lerntreppe und dann jedes Mal wieder auf der untersten Stufe neu starten, frustriert einfach nur.

 

Lernerfolge erreicht man durch Planung!

 

Man könnte theoretisch auch probieren, mit einem Riesenanlauf und einem gewaltigen Sprung  gleich oben auf der Treppe zu landen. Reicht allerdings die Sprungkraft nicht aus, muss man damit rechnen, statt oben mitten auf der Treppe auf einer der Stufen zu landen und sich, bildlich dargestellt, den Hals zu brechen. Statt Lernerfolg erreicht man so einen Misserfolg. Und solche Misserfolge können Schäden an der Treppe verursachen, sodass es noch schwieriger wird, sie zu besteigen.

 

Lernen realistisch planen!

 

Jede Treppe, egal ob in einem Hochhaus oder die im Kopf, muss gewartet und gepflegt werden, sonst können schnell Schäden auftreten, die ein Passieren der Treppe nachhaltig verhindern. Ein regelmäßiges Lernen ist wie die wöchentliche Reinigung des Treppenhauses: die Treppe bleibt sauber und funktionsfähig. Wer zwei Jahre in der Ausbildung selten lernt und erst kurz vor den Abschlussprüfungen damit anfängt, kann unangenehme Überraschungen erleben, weil seine Lerntreppe zu schadhaft ist.

 

Regelmäßiges Lernen sichert Lernerfolge!

 

Normalerweise sind die Stufen auf der Lerntreppe gut erreichbar, um sicher auftreten zu können. Doch befindet sich plötzlich auf den einzelnen Stufen derart viel geballter Lernstoff, sind die Stufen versperrt und man findet auf der Treppe keinen Halt mehr.

 

Dosiertes Lernen schützt vor Überforderung!

 

Steigt man unentwegt die Treppe empor, gerät man schnell außer Puste. Irgendwann ist man erschöpft und am Ende seines Leistungsvermögens. Gezielte Pausen um sich zu erholen erhalten das Leistungsvermögen.

 

Pausen beim Lernen einhalten!

 

Es ist sinnvoll, die Treppenstufen auch sehen zu können. Dann weiß man, wohin man tritt. Vielleicht sind ja auch Treppenstufen morsch. Das knarrende Geräusch oder ihr muffiger Geruch verrät diese gefährlichen Stufen. Auch die Berührung vermittelt einen Eindruck zum Zustand der Treppe. Ob ich erfolgreich eine Treppe überwinden kann, hängt auch davon ab, dass ich in der Lage bin, den Zustand dieser einschätzen zu können.

 

Lernen mit allen Sinnen!

 

Jeder, der ein Gehirn hat, kann auch lernen.  Denn dafür ist das Gehirn da. Und wenn das Gehirn was zum Lernen bekommt, ist es glücklich, meistert es den Lernstoff, reagiert es mit Stolz und Glücksgefühlen. Da ist schnell das mühselige Treppenerklimmen vergessen. Normalerweise kommt niemand auf die Idee, eine hohe Treppe auf einem Bein hochzuhüpfen, es sei denn, ihm geht es überhaupt nicht um das Ziel, sondern um reinen Zeitvertreib. Da das Gehirn  auf der Lerntreppe die Funktion der Beine übernimmt, sollte man auch auf dieser Treppe beide Gehirnhälften benutzen.

 

Zum Lernen das gesamte Gehirn benutzen!

 

Man darf auch Hilfsmittel auf der Treppe benutzen. Auch das geliebte Handy, Smartphone oder Internet kann beim Lernen unterstützen. Wenn man allerdings das Internet ausschließlich zum Zocken nutzt oder auf der Treppe unentwegt Selfies von seinem Knutschmund schießt oder auf die neuesten Nachrichten bei Facebook starrt, könnten diese Medien ein ernstes Hindernis auf der Lerntreppe darstellen.

 

Sinnvoll Medien zum Lernen nutzen!

 

Wenn man mit Gefühlen wie „Mann, schon wieder Treppen steigen“, „blöde Lerntreppe“ , „keinen Bock auf Lernen“, etc herangeht, wird die Treppe mit Sicherheit nicht leichter oder angenehmer. Die Lernbereitschaft des Gehirns leidet, wenn man mit negativen Gefühlen an den Lernstoff herangeht. Am schnellsten und effektivsten lernt man mit Freude. Da steigt die Auffassung, Konzentration, Verarbeitung, Merkfähigkeit immens. Die Freude am Lernen lässt sich mit einem kleinen Trick vergrößern: Belohnungen. Sich selber Belohnungen aussetzen nach der Erfüllung des Lernpensums. 

 

Positive Emotionen erleichtern das Lernen!

 

Lehrer sollen Lernstoff vermitteln. Tun sie es, nerven sie. Tun sie es nicht, sind sie cool. Dummerweise, im wahrsten Sinne des Wortes, bleibt dann aber der Lernstoff auf der Strecke. Da bereits erwähnt wurde, das positive Emotionen das Lernen erleichtern, hilft es ungemein, sich so einen „miesen Pauker schön zu schminken“. Und vielleicht ist ja der Lernstoff gar nicht so ätzend, trocken oder uninteressant, wenn man sich anfängt, mit ihm auseinanderzusetzen.

 

Für den Lernerfolg Lernstoff und Lehrer positiv besetzen!

 

Der größte Lernkiller ist man selber. Wer davon überzeugt ist, dass er es sowieso nicht schafft, es nicht kann, zu dumm sei, scheitert bereits auf der untersten Stufe der Lerntreppe. Denn durch das eigene negative Selbstbild macht man sich selber so winzig, dass die Treppenstufen gigantisch groß werden und man gar keine Chance hat, sie zu überwinden. Mit einem gesunden Selbstbewusstsein ist man groß und stark genug, die Stufen zu erreichen. „Ich kann das“ oder „Ich schaffe das“, auch dann, wenn es wirklich ein schwieriger Lernstoff ist, ist der wichtigste Schlüssel zum Lernerfolg. Und jedes Erfolgserlebnis stärkt das Selbstwertgefühl. Ein positives Selbstbild wirkt wie ein Treppenlift.

 

Das Bild von sich selber entscheidet über den Lernerfolg!

 

 

Ein volles Dutzend Merksätze zur Lerntreppe

 

Nur das Ziel zählt: der obere Treppenabsatz, der sich Lernerfolg nennt!

Lernerfolge erreicht man durch Planung!

Lernen realistisch planen!

Regelmäßiges Lernen sichert Lernerfolge!

Dosiertes Lernen schützt vor Überforderung!

Pausen beim Lernen einhalten!

Lernen mit allen Sinnen!

Zum Lernen das gesamte Gehirn benutzen!

Sinnvoll Medien zum Lernen nutzen!

Positive Emotionen erleichtern das Lernen!

Für den Lernerfolg Lernstoff und Lehrer positiv besetzen!

Das Bild von sich selber entscheidet über den Lernerfolg!