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Schriftliche Ausarbeitung der Lehrprobe 11. Klasse

 

 

Für die schriftliche Lehrprobe in der 11. Klasse gelten die gleichen Punkte wie für die schriftliche Lehrprobe in der 10. Klasse. Allerdings ist diese schriftliche Lehrprobe umfangreicher. Hinzu kommen:

 

 

11. Medizinische Diagnosen

Fachbegriffe und Übersetzung, man muss die Diagnosen erklären können (Z.B. Apoplex = Schlaganfall). Es reichen Stichwörter.

 

12. Pflegediagnosen

Pflegebegründende Diagnosen; stimmen oft mit medizinischen Diagnosen nicht überein (Z.B. Apoplex ist eine medizinische Diagnose, keine Pflegediagnose, aber die Hemiplegie ist eine Pflegediagnose. Irgendwann eine Darmoperation ist eine medizinische Diagnose, keine Pflegediagnose, aber die Stuhlinkontinenz ist eine Pflegediagnose, usw). Auch hier reichen Stichwörter.

 

13. Informationssammlung nach den AEDL´s

Genaue Beschreibung des Bewohners (in Sätzen)

 

  1. Kommunizieren (Z.B. Schwierigkeiten beim Sprechen, kann Bedürfnisse nicht äußern, kommuniziert gerne, nonverbale Kommunikation, Dialekt, altersentsprechender Wortschatz, Umgangssprache .............)
  2. Sich bewegen (Z.B. Bewegungseinschränkung, eingeschränkte Feinmotorik, benötigt Hilfsmittel, altersentsprechende Motorik, sportlich .................)
  3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten (Z.B. Atmung, Atmung bei Anstrengung, Körpertemperatur, schwitzt oder friert leicht, Puls, Blutdruck, Schmerz .....)
  4. Sich pflegen (Was kann Klient für sich selber tun, Selbstpflege, allgemeine Körperpflege, Haut, Beobachtung der Haut, altersentsprechendes Hygienebewusstsein, Besonderheiten bei der Mundpflege ...................)
  5. Essen und Trinken (Z.B. ohne Einschränkung bei der Nahrungsaufnahme, nimmt zu wenig Flüssigkeit zu sich, benötigt Hilfsmittel, Vorlieben, Gewohnheiten, Lieblingsessen, Bilanz ............)
  6. Ausscheiden (Z.B. Harn- oder Stuhlinkontinenz, regelmäßiges Abführen, Obstipation, Toilettentraining, Unterstützung bei Toilettengängen, Beschaffenheit der Ausscheidung ..................)
  7. Sich kleiden  (Z.B. benötigt Hilfe, Vorlieben, Stil, Modebewusstsein, witterungsgerechte Kleidung, Rituale wie Festtagskleidung, Sonntagskleidung, behindertengerechte Kleidung ....................)
  8. Ruhen und schlafen (Z.B. Tag-, Nachtrhytmus, Einschlafstörungen, Mittagsruhe, Rituale zum Einschlafen, Ausgeschlafen sein, Abbauzeiten, Ruhebedürfnis, .......)
  9. Sich beschäftigen (Z.B. braucht Anleitung, tagesstrukturierende Maßnahmen, liest gerne, Hobbies, Freizeitgestaltung, Interessen, frühere Tätigkeiten, Beruf, Förderziele ..............)
  10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten (Z.B. akzeptiert sich als Frau, legt Wert auf gepflegtes Äußeres, fühlt sich wohl in der Rolle als Großmutter, altersgerechtes Rollenverständnis .......................)
  11. Für eine sichere Umgebung sorgen (Z.B. Sehbehinderung, Stolperfallen, Steckdosen, Orientierungslosigkeit, Begleitung, Hilfsmittel, altersgerechte Gefahreneinschätzung, Verkehrssicherheit ...................................)
  12. Soziale Bereiche des Lebens sichern (Z.B. Kontakte zur Familie ermöglichen, Geselligkeit, Freundschaften, Verhalten in der Gemeinschaft, Verhältnis zum Betreuungspersonal, Isolierung oder Rückzugsverhalten ............)
  13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen
  • die Existenz gefährdende Erfahrungen (Z.B. Verlustangst, Schmerzen, Sorgen, ........)
  • die Existenz fördernde Erfahrungen  (Z.B. Hoffnung, Wohlbefinden, Vertrauen, .......)
  • Erfahrungen, welche die Existenz fördern oder gefährden (Z.B. Glauben, Religion, lebensgeschichtliche Erfahrungen ...................)

 

14. Formulierung allgemeiner Ziele (oder Fernziele)

(Z.B. Erhaltung der größtmöglichen Lebensqualität, Verlangsamung des geistigen Abbaus, Förderung der Selbständigkeit, Abbau der Berührungsängste, „Betreutes Wohnen“ anstreben, Besuch der Regelschule, würdevolles Sterben .....................)

 

15. Pflegeplanung oder pädagogische Planung

Die Planungen können stichpunktartig verfasst werden, jedoch muss darauf geachtet werden, dass der Sinn nicht verloren geht. Kurz und knapp, denn kein Kollege möchte Romane lesen, sondern sich informieren. Die Handlungssicherheit muss aber gewährleistet sein, also bitte daran denken: Für jeden Kollegen muss die Planung nachvollziehbar sein und er muss sofort erkennen können, was zu tun ist. Also nicht in die Planung einfach Toilettentraining schreiben, sondern auch wie, wann, wie lange, welche Hilfsmittel. Jedes AEDL muss berücksichtigt werden.

 

Für die Pflege:     

 

Ressourcen /Probleme

Pflegeziel

Pflegemaßnahmen

Z.B. Fürchtet sich nachts in ihrem dunklen Zimmer

Sicherheit vermitteln

Nachtruhe gewährleisten

Abends Nachtlicht einschalten

     

Für die Heilerziehungspflege

 

Ressourcen /Probleme

Ziel

Beschäftigungsmaßnahme

Z.B. Fühlt sich leicht überfordert und reagiert dann autoaggressiv

Abbau der Autoaggressionen

Sicherheit

Wohlbefinden

Täglich 16°°h bis 16³°h Besuch des Snoezelenraums (Wasserbett und Entspan nungsmusik). In akuten Situationen Entspannungsbad (Wassertemperatur 39°C, Lavendelzusatz, 15 Minuten, abtrocknen wie bei beruhigender Ganzkörperwäsche)