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Bedürfnismodell nach Abraham Maslow

Amerikanischer Psychologe (1908 - 1970)

 

 

Hierarchie der Bedürfnisse

 

Das Bedürfnismodell (eigentlich Bedürfnishierarchie) nach Abraham Maslow ist ein Inhaltsmodell der Motivation (Grund unseres Handelns), kein Prozessmodell. Ausgehend davon, dass die höheren Stufen erst erfüllt werden könnten, wenn die Stufen darunter erfüllt sind, würde das Modell einen Prozess beschreiben. Doch die Übergänge sind fließend, die Bedürfnisse müssen nicht zu 100 % befriedigt sein, um die nächste Stufe zu betreten. Oft reicht ein Befriedigungsgrad von vielleicht 70 % oder weniger aus, dass die Motivation der nächsten Stufe in den Vordergrund tritt. Die empfundene Befriedigung hängt mit der Persönlichkeit und den individuellen Erwartungen zusammen.

Das Bedürfnismodell setzt sich inhaltlich mit der Motivation auseinander. Bedürfnisse sind Grundlage der Motivation. Primäre Bedürfnisse dienen dem physiologischen Gleichgewicht (Homöostase), sekundäre Bedürfnisse sind im Laufe der Sozialisation erworben oder erlernt und machen den Menschen zum sozialen Wesen. Die oberste Stufe ist die Motivation zur Selbstverwirklichung, Kreativität, sich entfalten, seine Fähigkeiten zur Geltung bringen wollen = etwas von sich zu geben (Z.B. helfen). Dabei ist es abhängig vom Individuum und seinen Fähigkeiten, was unter Selbstverwirklichung verstanden wird.

Die Defizitmotive können bei langfristig fehlender oder mangelnder Befriedigung zu physischen oder psychischen Störungen führen. Diese Bedürfnisse müssen befriedigt sein, wenn sie erfüllt sind, hat man keine weitere Motivation, sie zu befriedigen. Beispiel: Wer nicht mehr durstig ist, versucht nicht mehr, zu trinken.

Überflussmotive können nie wirklich befriedigt werden: Unstillbare Bedürfnisse. So lange ein Bedürfnis unbefriedigt ist, steigert es die Motivation und aktiviert und beeinflusst dadurch das Handeln. Mit zunehmender Befriedigung sinkt die Motivation, das Handeln richtet sich auf andere unbefriedigte Bedürfnisse. Beispiel: Ein Maler verwirklicht sich durch seine Bilder. Sein Bedürfnis nach Kreativität ist nicht nach einer bestimmten Anzahl Bilder gestillt. Beispiel: Ein Individuum hat Erfolg gehabt und möchte diesen Erfolg immer wieder übertreffen.

 

Beispiele für die 5-Stufen der Pyramide

1. Körperliche Existenzbedürfnisse: Freiheit, Atmung, Wärme, Nahrung, Schlaf, Gesundheit, Wohnraum, Sexualität.
2. Sicherheit: Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, fester Arbeitsplatz, Absicherung.
3. Soziale Beziehungen (Anschlussmotiv): Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation.
4. Soziale Wertschätzung: Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke.
5. Selbstverwirklichung: Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung.

 

 

 

 

 

 

 


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