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Der Mund

 

Der Mund ist der oberste Teil des Verdauungstraktes, wichtig zur Stimmerzeugung, Atmung und durch die Zunge ein Sinnesorgan. 

Die Zunge ist ein länglicher Muskelkörper, der von Mundschleimhaut überzogen ist. Die Zungenmuskulatur ist quergestreift (willkürlich beeinflussbar) und dreidimensional angeordnet (größte Beweglichkeit).

Die Mundschleimhaut der Zungenunterfläche ist wie die übrige Mundschleimhaut, auf der Zungenoberfläche ist die Schleimhaut allerdings sehr derb und aufgeraut, da dort viele Papillen sitzen.

Bei geschlossenem Mund füllt die Zunge fast die ganze Mundhöhle aus und liegt auf dem Boden der Mundhöhle. Sie dient dem Nahrungstransport, hilft bei der mechanischen Zerkleinerung und Durchmischung der Nahrung, ermöglicht die Artikulation von Zungenlauten beim Sprechen, hat eine mimische Funktion (Zunge rausstrecken) und ist Ort der Geschmackswahrnehmung. 

Die Zunge gliedert sich in Zungenwurzel, Zungenkörper und Zungenspitze. Die Zungenspitze und der Zungenkörper sind frei beweglich. Der Zungenkörper ist mit dem Zungenband am Boden der Mundhöhle teilweise mittig fixiert.

 

Sehr, sehr schematische Darstellung einer Zunge!

 

Fadenpapillen: rauen die Oberfläche auf und sind für die Tastempfindung zuständig.

Pilzpapillen: Geschmackspapillen (versprengt zwischen den Fadenpapillen, gehäuftes Auftreten an Zungenspitze und Zungenrand).

Wallpapillen: große Geschmackspapillen am hinteren Rand des Zungenrückens (Geschmacksknospen).

Blätterpapillen: blattförmig gefaltete Strukturen am Zungenrand (Geschmackswahrnehmung).

 

Die Zunge kann fünf Geschmacksqualitäten erkennen: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Umami ist die Bezeichnung für einen vollmundigen Geschmack durch Glutaminsäure, die in natürlicher Form in proteinhaltiger Nahrung wie z.B. Fleisch, Käse, Tomaten, Pilze vorkommt.

Nur ein kleiner Teil der als Geschmack wahrgenommenen Empfindungen basieren auf Reizen der Geschmacksrezeptoren. Der überwiegende Teil des Geschmacks entsteht durch Aromastoffe, die das Geruchsorgan der Nase wahrnimmt.

Geruchs- und Geschmacksreize werden über Nervenfasern auf getrennten Wegen ins Gehirn geleitet. Die Geschmackswahrnehmung entsteht folglich im Gehirn.

 

 

siehe Dysgeusie (Geschmacksstörungen)


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