Suchprogramme, HTTP-Protokoll"> Berufsfachschule für Sozialpflege
 
 
 
 
 
 
 
 

       

Verlacht, verspottet, umgebracht: Doktor Ignaz Philipp Semmelweis, * 1.7.1818 in Ofen, † 13.8.1865 in der Irrenanstalt Döbling bei Wien, ungarischer Arzt im damaligen Österreich-Ungarn, erkannte den Zusammenhang von Kindbettfieber und mangelnde Hygiene bei Ärzten, die zu einem rasanten Anstieg der Müttersterblichkeit führte. Er bemühte sich, Hygienevorschriften in den Krankenhäusern einzuführen und wurde von Ärzten seiner Zeit dafür scharf angegriffen.

 

Nosokomial-Infektionen

(Umgangssprachlich auch als Krankenhausinfektion oder infektiöser Hospitalismus bezeichnet)

Infektionen, die während des Krankenhausaufenthaltes oder in einer Pflegeeinrichtung erworben werden (griechisch Nosokomeion = Krankenhaus). Nach dem Robert-Koch-Institut gelten Infektionen, die vier Tage nach der Aufnahme des Patienten Symptome zeigen, als nosokomial. Sie werden meist von Pflegepersonal oder Ärzten übertragen. Oft sind es Erreger, die gesunden Menschen nicht schaden würden.

Dazu kommen die Naß-Keime. Es sind Bakterien, die sehr geringe Ansprüche an ihren Nährboden stellen und sich im feuchten Milieu bei Temperaturen unter 37°C vermehren. In wenig wirksamen Desinfektionsmitteln können sie sogar leben und sich vermehren. Naß-Keime findet man an feuchten Materialien wie Waschbeckenabflüssen, Putzlappen, Narkose- und Beatmungsgeräten oder Luftbefeuchtern.

Strepto- und Staphylokokken, Pilze, Salmonellen, Kolibakterien oder Viren können ebenfalls vom Krankenhauspersonal, Besuchern oder Mitpatienten übertragen werden.

Die häufigsten Krankenhausinfektionen sind Harnwegsinfektionen, Venenkathetersepsis, Beatmungspneumonie und postoperative Wundinfektionen.

 

Zur Vermeidung der Nosokomial-Infektionen:

  • Strikte Einhaltung der Hygienevorschriften
  • Regelmäßige Schulungen zum Hygienewissen
  • Förderung eines hohen Hygienebewusstseins
  • korrekte Händedesinfektion und Sterilisation
  • Aseptisches Arbeiten
  • Möglichst ein bis zwei Meter Abstand zu anderen Personen halten
  • Schutzkleidung benutzen
  • Aktive Schutzimpfungen
  • Lebensmittel abdecken