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Von Sokkok - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17678685

 

Ökumenische Bewegung

Ursprung der Trennung zwischen Römisch-Katholischer und Orthodoxer Kirche war die Trennung des Weströmischen und Oströmischen Reiches, unterschiedlichen Entwicklungen, Verwechslung von Einheit mit Uniformität. Dazu kam allerdings auch ein extremes Machtstreben und die Verteidigung der eigenen gewachsenen Identität und Tradition. Da, wo die Diplomatie scheitert, entwickelt sich Intoleranz, Unverständnis und Missverständnisse. Durch die getrennte Entwicklung kamen Mentalitätsunterschiede dazu. Dieses Gemisch mündete in kriegerischen Auseinandersetzungen. Ab 1950 begann verstärkt eine Annäherung und ökumenische Bewegung.

Zwischen Katholischen und Evangelischen führte ursprünglich hauptsächlich der Ablass zur Kirchenspaltung und damit die Frage, auf welche Weise die Sünden eines Menschen vergeben werden. Gläubige in der katholischen Kirche können sich traditionell durch rituelle Praxis der Gnade Gottes annähern. Für die Protestanten ist die Gnade Gottes ein unverfügbares Geschenk Gottes. Auch hier ging es in der Folge in erster Linie um Einfluss und Macht und endete in blutigen Auseinandersetzungen. Ab den 60iger Jahren begannen offizielle Dialoge.

Seit einigen Jahrzehnten bemüht man sich verstärkt um eine Einheit. Dieses Bemühen nennt man Ökumenische Bewegung. Ökumene bedeutet aber nicht eine "uniforme Superkirche", sondern die Akzeptanz und "versöhnte Verschiedenheit" der Konfessionen, die die Vielfalt nicht unterbinden will. Nicht alles, was verschieden ist, muss die Kirchen trennen, sondern kann sich auch gegenseitig bereichern.