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Osteoporose

(altgr. „harter Knochen": os, osteon = Knochen, poros = Loch) 

 

Umgangssprachlich „Knochenschwund“

Häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter

 

Kennzeichen

 Geringe Knochenmasse

 Rascher Abbau der Knochensubstanz und -struktur

 Erhöhte Frakturanfälligkeit (kann gesamtes Skelett betreffen)

Osteoporose kann als Volkskrankheit bezeichnet werden:

In Deutschland sind fünf bis sieben Millionen Menschen betroffen.

Mehr als 2,5 Millionen erlitten dadurch bereits Brüche von Wirbelkörpern.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren der Osteoporose:

Beeinflussbare Risikofaktoren der Osteoporose


Primäre Osteoporose

Entsteht ohne erkennbare Ursachen

95% sind primäre Osteoporosen

 

Nach Lebensalter unterscheidet man verschiedene Formen: 

 

 Juvenile Osteoporose

Selten, tritt im Kindes-, Jugendalter auf (meist 8 - 14 Jahre)

 

 Osteoporose Typ I

80% aller Osteoporosen betreffen postmenopausale Frauen oder 

30% aller Frauen haben nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose

Durch den Rückgang der Östrogenmenge steigt die Osteoporosegefahr

 

 Osteoporose Typ II

Auch als Senile Osteoporose bezeichnet

Altersbedingte Veränderungen an der Kortikalis (feste äußere Schicht eines Knochens)

Männer sind auch betroffen (Meist ab 70 Jahre)

 

Sekundäre Osteoporosen

Mit 5 % selten

Die Osteoporosen, die durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst werden. 

  • Störungen im Hormonhaushalt, wie Schilddrüsenüberfunktion
  • Störungen im Knochenstoffwechsel 
  • Diabetes mellitus 
  • Medikamentöse Nebenwirkungen auf das Knochensystem
  • Tumorerkrankungen des Knochensystems 
  • Leukämie 
  • Störungen des Gleichgewichtes zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau 
  • Chronische Polyarthritis (Entzündung mehrerer Gelenke)
  • Biomechanisch: Rückbildung der Knochenstabilität durch mangelnde Belastung 
  • Immobilisation 
  • Lähmungen 
  • Magersucht, Mangel- und Fehlernährung
  • Andere 

 

Komplikationen:

Knochenbrüche


Nach Häufigkeit sortiert:

1. Wirbelkörper-Einbrüche (Sinterungen)

2. Hüftgelenksnahe Oberschenkelknochenbrüche (u. a. Schenkelhalsfraktur)

3. Handgelenksnahe Speichenbrüche (distale Radiusfraktur)

4. Oberarmkopfbruch (subcapitale Humerusfraktur)

5. Beckenbruch

Meist ist der Schenkelhals betroffen von Frakturen

 

Es besteht eine vermehrte Anfälligkeit auch für sonstige Frakturen.

 

Diagnose

Knochendichtemessung (T-Wert: statistischer Wert (Vergleich junger Frauen) 

 

Krankheitsverlauf

Die Osteoporose beginnt schleichend

Sogenannter "Witwenbuckel"

Knochenbrüche (Heilung der Knochenbrüche ist nicht gestört)

co --Karlarndthans, bearbeitet 

Behandlungsmöglichkeiten:

 Lebensweise

 Körperliche Aktivität

 Ausreichendes Sonnenlicht (Vitamin-D-Produktion)

 Vermehrte Calcium-Aufnahme (Milch ist nicht der Hauptlieferant für Calcium, sondern Obst und Gemüse. Es wird sogar diskutiert, dass Milch durch das tierische Eiweiß den Körper übersäuert und dadurch die Einlagerung von Calcium im Knochen blockiert, Osteoporose also eher fördert.)

 Vermehrte Magnesium-Aufnahme

 Einnahme von Vitamin D 

 Vermeidung von Alkohol- und Tabakkonsum

 

Kaffee und schwarzer Tee galten früher als mögliche Ursache für eine Osteoporose. Beide Getränke fördern die Diurese (Harnbildung), wodurch es zu einer leicht erhöhten Calciumausscheidung kommt, die jedoch durch entsprechende Ernährung kompensiert wird. Kaffee "trocknet" nicht aus und ist kein Risikofaktor für eine Osteoporose.

(((Östrogene - Achtung! - Umstritten)))

 

 

Verhinderung von Brüchen

Zur Vorbeugung osteoporotischer Oberschenkelhalsfrakturen Hüftprotektoren.

 Quelle: CareKonkret, Hannover, Mai 2009

 

Psychische Belastung

 Emotionale Belastung durch körperliche Veränderungen und Aussehen

 Verlust der Autonomie durch Pflegebedürftigkeit

 Verlust an Selbstvertrauen 

 Ständige Angst vor Knochenbrüchen

 Belastung durch Schmerzen

 Depressionen, sozialer Rückzug

 

Wirtschaftliche Aspekte

Jährlich werden etwa 2,5 bis 3 Mrd. Euro an direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland durch Osteoporose ausgegeben. Deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt.