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Palliativpflege

 

Bruno Goldschmitt - public domain

 

Palliative Care

(lateinisch palliare: mit einem Mantel bedecken, englisch care: Versorgung, Betreuung, Aufmerksamkeit)

Palliative Care ist der Oberbegriff für die Versorgung unheilbar Schwerkranker und Sterbender. Dazu gehören die Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit. 1960 entstand in Großbritannien die moderne Hospizbewegung, aus der das Konzept Palliative Care hervorging. Das Konzept vernetzt unterschiedliche Berufsgruppen wie Ärzte, Pflegepersonal, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorger, Sozialarbeiter, ehrenamtliche Helfer, aber auch Lebenspartner, Angehörige, Freunde, um die Beratung, Begleitung und Versorgung der Schwerkranken nach ihrem Willen und Wunsch umsetzen zu können. Die Palliative Care akzeptiert die Endlichkeit des Lebens und lehnt daher das künstliche Verzögern des Sterbens ab. Ziel der Palliative Care ist die Erhaltung der größtmöglichen Lebensqualität, daher wird eine aktive Sterbehilfe ebenfalls grundsätzlich abgelehnt. 

Definition der WHO 2002 :

 

Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und deren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen: durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, untadelige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

 

 

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin ist ein Teilbereich des Gesamtkonzeptes Palliative Care. Im Mittelpunkt steht die Beherrschung der Krankheitsbeschwerden, Symptome und Schmerzen. Die Palliativmedizin ist nicht nur auf den stationären Bereich fixiert wie Palliativstationen oder Hospize, sondern engagiert sich auch im ambulanten Bereich.

 

Palliativpflege

Die Palliativpflege als Teilbereich des Konzeptes Palliative Care vertritt eine individuelle, kreative, ganzheitliche Pflege. Mit anderen Berufsgruppen, Angehörigen und ehrenamtlichen Helfern wird ein Team gebildet, was in der Lage ist, den Klienten stationär oder ambulant rund um die Uhr entsprechend seinen Wünschen und Bedürfnissen zu pflegen. Die Palliativpflege versteht sich nicht als Sterbepflege. Der Klient soll unterstützt werden, möglichst beschwerde- und schmerzfrei die verbliebene Lebenszeit sinnvoll für sich zu nutzen. Im Mittelpunkt steht das Selbstbestimmungsrecht des Klienten.

Allerdings ist in den Pflegeeinrichtungen Palliativmedizin und -pflege eher eine Ausnahme und führt in der Praxis zu einer Zweiklassengesellschaft. Sterbende in Pflegeeinrichtungen werden "Sterbende II. Klasse".

 

 

 


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