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Pflegerisches Eingreifen bei Inkontinenz

 

Toilettentraining

Das Toilettentraining kann verschiedene Ursachen nicht abstellen, es kann aber den optimalen Zeitpunkt für die Blasen- und Darmentleerung finden. Dadurch kann bestenfalls das Gefühl für die Blase und den Darm zurückgewonnen werden.

Für das Toilettentraining ist die Bereitschaft der Klienten ausschlaggebend. Nur wenn er freiwillig und konsequent mitarbeitet, kann das Toilettentraining wirkungsvoll sein.

Zunächst wird eine Inkontinenzanamnese, ein Kontinenzprofil erstellt (Expertenstandard "Förderung der Harnkontinenz in der Pflege") und der individuelle Ausscheidungsrhythmus beobachtet und dokumentiert. Sinnvoll ist ein Protokoll zu den Entleerungsgewohnheiten. Wird festgestellt, dass zu bestimmten Zeiten die Entleerung erfolgt, wird der Klient kurz vorher zur Toilette geführt. Das geschieht dann fortlaufend im Zwei-Stundenrhythmus. Jeder Toilettengang wird protokolliert.

Die Zeitabstände zwischen den Toilettengängen werden systematisch verlängert mit dem Ziel, einen Toilettenrhytmus von etwa 4 Stunden zu erreichen. Der Rhythmus ist stark von der Trinkmenge und von der Schwere der Inkontinenz abhängig.

Die Miktion kann gefördert werden durch Wasser aufdrehen oder Klopfen oder Druck auf den Unterbauch. Zwischen den Miktionen sollte der Inkontinente ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (mindestens 150 ml).   

Bei der Stuhlinkontinenz muss der Zeitpunkt der täglichen Darmentleerung beobachtet werden (Stuhltagebuch) und der Inkontinente immer zu dieser Zeit auf die Toilette geführt werden. Zu Beginn kann das Toilettentraining nach ärztlicher Verordnung mit Zäpfchen unterstützt werden, bis sich der Darm an die regelmäßige Stuhlentleerung gewöhnt hat. 

Es muss darauf geachtet werden, dass zum Toilettentraining der Inkontinente sich schnell ohne Mühe entkleiden kann, also keine geschlossenen Systeme oder Einlagen mit Netzhosen, sondern Trainer. 

Expertenstandard "Förderung der Harnkontinenz", 2007 

Beispiele für Assessmentbögen

 

Beckenbodentraining

Die Beckenbodenmuskulatur befindet sich unterhalb der Harnblase und ist willkürlich beeinflussbar. So lässt sich der Schließmuskel der Harnblase durch Training kräftigen. Dadurch können Formen der Inkontinenz vermieden oder gelindert werden. Die Anleitung zum Beckenbodentraining geschieht durch den Physiotherapeuten.

Kneifübungen: Während der Miktion den Urinstrahl oder Stuhlabgang durch Muskelanspannung für einige Sekunden unterbrechen, um ein Gefühl für die beanspruchten Muskeln zu bekommen. Wenn diese Übung beherrscht ist, sie als "Trockenübung" fortsetzen.

Bestimmte gymnastische Übungen unterstützen das Beckenbodentraining.