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Die Pflegetheorie beinhaltet

 

 ein Bild (Modell) oder einen genauen Bildausschnitt der Realität. 

Die beschreibenden oder erklärenden Aussagen über diesen Teil der Realität ermöglichen Vorhersagen oder Handlungsempfehlungen. 

 

 die Überprüfbarkeit durch Beobachtungen oder Experimente.

Das Ergebnis dieser Beobachtungen oder Experimente entscheiden, ob die Theorie richtig oder falsch ist. Je nach Ergebnis besteht die Theorie oder muss überarbeitet werden.  

 

 

Pflegekonzept

lat. concipere (erfassen, in sich aufnehmen)

 

Das Wort Konzept hat verschiedene Bedeutungen:

 

 Plan, Programm für ein Vorhaben, Konzeption 

 ein erster Entwurf, beispielsweise einer Rede, Skizze

 Vorstufe einer Theorie 

 gedankliche Zusammenfassung (Vorstellung) von Gegenständen                                    

 und Sachverhalten, die gemeinsame Merkmale besitzen

 

 

Modell eines Pflegeprozesses
 

Ein Prozess ist ein Verlauf, eine Entwicklung oder Ablauf. In der professionellen Pflege beschreibt der Pflegeprozess also, nach welchen Regeln oder Gesetzmäßigkeiten Pflege ablaufen müsste.

 

 

Pflegeprozess nach Fiechter und Meier

 

Zu 1.: dazu gehört auch die Biografie

Zu 2/3.: daraus ergibt sich die Pflegediagnose

Zu 3/4: Pflegeplanung nach den AEDL´s mit Pflegediagnose und Standards

Zu 4/5: Pflegeberichte mit nachvollziehbarem Pflegeverlauf und der Wirkung durchgeführter Pflegemaßnahmen

Zu 5/6: Bewertung des Pflegeplanes und Anpassung an die Ist-Situation

Zu 6: wenn es sich herausstellt, dass die Wirkung der Pflege das Pflegeziel nicht erreichte, müssen die Pflegeziele überdacht und neu festgelegt werden. 

 
 
 
 
 

Pflegemodell

Die professionelle Pflege ist ein sehr umfangreicher Handlungsablauf. Es müssen der Klient und seine Eigenheiten berücksichtigt werden, seine Vorlieben und Abneigungen, seine Tagesform, Krankheiten, Behinderungen, therapeutische und rehabilitative Maßnahmen, die Kriterien der Pflegequalität, das Leitbild der Einrichtung, die Strukturen der Einrichtung, die eigene Person und Tagesform, Kollegen usw. 

Würden wir jeden Tag die Pflege eines einzelnen Klienten unter allen Gesichtspunkten planen und durchführen, wäre es so nicht durchführbar. Ein Pflegemodell ist ein Hilfsmittel, um sehr komplizierte umfangreiche Abläufe zu vereinfachen und zu strukturieren. Es ist ein Abbild der Wirklichkeit, dass aber nur die Schwerpunkte hervorhebt. Mit diesen Schwerpunkten kann der individuelle Pflegebedarf eines Klienten im Groben festgestellt werden und wir erhalten sogenannte Checklisten, mit denen wir den Pflegebedarf systematisch und strukturiert abarbeiten können.  

 

Nach Herbert Stachowiak (1973) besitzt ein Modell drei Merkmale:
 

  • Abbildung

(Repräsentation natürlicher oder künstlicher Originale, die selbst wieder Modell sein können) 

  •  Verkürzung

(Ein Modell erfasst nicht alle Attribute des Originals, sondern nur die relevanten) 

  •  Pragmatismus

(Modelle werden für eine bestimmte Zeitspanne und Zweck für ein Original eingesetzt) 

 

 

In jedem Pflegemodell sind Theorien (Konzepte) enthalten und werden auch als konzeptionelle Pflegemodelle bezeichnet.

 

Aussagen zu den vier für die Pflege zentralen Punkte: 

 Der Mensch (empfängt Pflege)

 Umwelt 

 Gesundheit

 Die Pflege  

 

Es gibt verschiedene Pflegemodelle mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Schwerpunkten.

 
 Bedürfnismodelle 
 

Befriedigung der Grundbedürfnisse (davon hängt Wohlbefinden, im Extremfall das Weiterleben ab). Der Pflegebedürftige kann seine Grundbedürfnisse nicht selbst befriedigen. Pflegende müssen die Bedürfnisse erkennen und befriedigen. (Z.B. Liliane Juchli, Monika Krohwinkel [AEDL])

 
 Interaktionsmodelle 
 

Die Pflege hat ihren Schwerpunkt in der Interaktion oder in der kommunikativen Beziehung zum Pflegebedürftigen. (Z.B. Erwin Böhm, Monika Krohwinkel [ABEDL Mischform zwischen Bedürfnis- und Interaktion) 

 
 Pflegeergebnismodelle
 

Der Mensch besitzt selbstregulierende (homöostatische) Systeme, die Störungen auszugleichen vermögen, um das Gleichgewicht (Balance, Stabilität) aufrecht zu erhalten. (Florence Nightingales Ansichten zur Pflege entsprechen grob gesehen einer Mischung aus Bedürfnis- und Pflegeergebnismodell)

 

Modelle und Theorien im Überblick