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Pflegeziele und Pflegemaßnahmen

Das Pflegepersonal muss seine Klienten nicht nur als Frau, Mann, Mädchen oder Junge annehmen, sondern auch die Rolle als Tochter, Mutter, Großmutter oder Sohn, Vater, Großvater wahrnehmen. Klientenwünsche betreffs Kleidung, Frisur, Düften und Schmuck müssen als identitätsfördernd berücksichtigt werden und haben immer Vorrang vor praktischen Erwägungen (z. B. zweckmäßigere Kleidung bei Inkontinenz). Freundschaften, Partnerschaften müssen toleriert und respektiert werden, was auch das Ermöglichen einer ungestörten Zweisamkeit bei Partnern und Ehepaaren beinhaltet.

 

Pflegeziele

  • akzeptiert die eigene Rolle / Geschlecht / Alter
  • identifiziert sich mit der eigenen Geschlechterrolle
  • die eigene Persönlichkeit / Identität wird angenommen
  • realisiert seine äußere Erscheinung (z.B. Kleidung, Schmuck, Kosmetik)
  • kommt mit Behinderungen zurecht (z.B. Mammaamputation, Lähmung)
  • die Intimsphäre ist gewahrt
  • kann mit Nähe und Distanz umgehen
  • erkennt Grenzen
  • bringt Wünsche auf Intimität zum Ausdruck
  • zeigt seine Gefühle
  • ist in der Lage, Zuneigung oder Zärtlichkeit zu geben
  • kann Beziehungen aufnehmen
  • lebt seine persönlichen Vorstellungen von Sexualität (Hetero- / Homosexualität)


Mögliche Pflegemaßnahmen

  • gleichgeschlechtliche Pflegeperson
  • Schutz vor sexuellen Übergriffen (Klient / Mitarbeiter)
  • Kleiderwünsche beachten (z. B. keine Hosen, wenn Klientin Kleider tragen möchte)
  • Wünsche des Klienten beachten z. B. betreffs Schminken, regelmäßige Frisörbesuche, Schmuck
  • Beachtung des Schamgefühls (z. B. Sichtschutz)
  • Einzelzimmer 
  • keine Tabuisierung der Sexualität