Suchprogramme, HTTP-Protokoll"> Berufsfachschule für Sozialpflege
 
 
 
 
 
 
 

 

Ich begrüße Sie auf den Seiten der Sozialpflege.

Vorneweg: Praktikanten können für Praxisstellen eine Bereicherung, Abwechslung und Entlastung sein. Können! Aber zuerst einmal bedeuten sie für die Praktikumsstellen Mehrarbeit und Bindung von Personalressourcen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Praktikanten das auch sehen. Wie auch? Unsere SchülerInnen sind bei Beginn der Ausbildung im Durchschnitt 15 bis 18 Jahre alt. Es sind sogenannte Teenager, die dabei sind, erwachsen zu werden. Die Belastung für die Praxisstellen können sie altersgemäß also nicht erkennen.

Irgendwie ist das auch gut. Denn sie gehen zumeist unbefangen, voller Zuversicht, Hoffnungen, Träume und einer schier endlosen Begeisterung und Neugierde in die Praxis. Endlich keine Schule, endlich mal was "Handfestes". Einige meistern die neuen Herausforderungen sehr forsch und fragen einen echt Löcher in den Bauch. Klar ist das anstrengend und es nervt auch - als ehemalige Praxisanleiterin kenne ich das zur Genüge - und ehrlich - wenn der Stress Überhand nahm, man nicht mehr wusste wo anfangen und aufhören und dann steht so ein kecker Praktikant vor einem und will gerade wissen, warum die Banane nicht gerade wächst - oh oh - da bimmeln dann schon die Nerven.

Schlimmer noch sind die "Leisetreter", die wollen ja ganz gerne, stehen aber eher schüchtern im Hintergrund und trauen sich nicht so recht. "Haben die überhaupt Interesse an dem Beruf?" "Wieso fragen die nicht?" Die Antwort ist ganz einfach: " Unsere SchülerInnen sind bei Beginn der Ausbildung im Durchschnitt 15 bis 18 Jahre alt. Es sind sogenannte Teenager, die dabei sind, erwachsen zu werden." Nein, es ist in vielen Fällen kein Desinteresse: sie trauen sich ganz einfach nicht zu fragen. Aber wenn man es schafft, genau diese Leisetreter zu motivieren, sie aus der Reserve zu locken, ihnen Selbstbewusstsein zu vermitteln - "Mann, das geht runter wie Öl!".

"Ja ja - die Alte hat gut reden! Weiß die nicht, was hier los ist?" Ich glaube, meine Vorstellungskraft reicht dafür aus. Und ich bin sehr erfreut, dass Sie trotzdem die Herausforderung annehmen, ein Stück an unserer Zukunft mitzuarbeiten. Ohne Praktikumsplatz keinen Schulplatz und keine Ausbildung. Das ist so. Dazu brauchen wir Sie. Ihre Kompetenz, Fachlichkeit, Empathie! Und wir sind Ihnen ungeheuer verbunden, dass Sie die Mehrarbeit hinnehmen, um jungen Menschen den Beruf zu erschließen. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle danken.

Und nun mal ganz privat: Prüfung! Stress pur - erstmal für Schüler, dann für Praxisanleiter und Lehrer (Habe ich denn den Schüler optimal vorbereitet???????) Die Nerven sind wie Kaugummis, festgeklebt an der Towerbridge und Seufzerbrücke - und obendrein driften die Kontinentalplatten gerade im Schnelldurchgang auseinander. Ein Blinzeln, ein Grinsen, vielleicht der hochgestreckte Daumen - "Ja!" - alles richtig gemacht - "Super!", "Toll!", "Klasse!". Das sind Glücksmomente, die würde ich gegen keine olympische Medaille eintauschen - und den mit mir zitternden Praxisanleitern mache ich einfach an dieser Stelle kommentarlos eine Liebeserklärung. Es ist, unwissenschaftlich ausgedrückt, einfach schön, dass es Euch gibt. Und ich bin, auch im Namen meiner Schüler, einfach nur froh, dass ich solche Diamanten in der Krankenpflege, Altenpflege und Heilerziehungspflege immer öfter finde. 

 

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