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Der Schlaf

 

Im Schlaf sinken Vitalzeichen wie Puls, Atemfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur ab. Muskeltonus, Drüsentätigkeit (Ausnahme Schweißdrüsen), Stoffwechsel und Darmtätigkeit sind reduziert. Das Bewusstsein ist nach Schlaftiefe eingeschränkt bis ausgeschaltet. Die Augen sind geschlossen, das Gehör dagegen bleibt uneingeschränkt funktionsfähig.

Seelische und geistige Aktivitäten finden als Traum statt. Dabei ist die Muskulatur blockiert, sodass der Träumende seine im Traum erlebten motorischen Handlungen nicht ausführt. Die Somnologie (Schlafmedizin oder auch Schlafforschung) beschäftigt sich als Teilgebiet der Medizin mit dem Schlaf und seine Störungen.

Für einen regelmäßigen Wach-Schlaf-Rhythmus ist die "innere Uhr" verantwortlich, die sich beim gesunden Menschen am Tag-/Nachtwechsel orientiert und das Schlafbedürfnis regelt (Zeitverschiebung, Jetlag, Schichtarbeit).

 

Grobe Anhaltswerte für den Schlafbedarf (individuell unterschiedlich ausgeprägt): 

Alter Schlafbedarf
1. Lebensjahr ca. 18 Std.
2. - 4. Lebensjahr ca. 14 - 16 Std.
4. - 6. Lebensjahr ca. 12 - 14 Std.
7. - 8. Lebensjahr ca. 11 - 12 Std.
9. - 11. Lebensjahr ca. 10 - 11 Std.
12. - 14. Lebensjahr ca. 9 - 10 Std.
15. - 18. Lebensjahr ca. 8 - 9 Std.
Erwachsene ca. 6 - 8 Std.
Alte Menschen ca. 6 Std.

 

Schlafphasen

Schlaf findet in fünf Phasen statt, zwischen denen der Schlafende hin und her pendelt. Entscheidend für den erholsamen Schlaf ist nicht die Dauer des Schlafes, sondern der ungestörte Wechsel zwischen den Phasen.

1. In der Einschlafphase ist es ein leichter Schlaf mit reduzierter Muskelspannung und verblassender Wahrnehmung der Umgebung.

2. In der Phase des leichten Schlafes ist das Bewusstsein ausgeschaltet, die Muskelspannung lässt weiter nach, die Augen sind bewegungslos.

3. In der Phase des beginnenden Tiefschlafs sinkt die Muskelspannung weiter und ein EEG würde flache Wellen der Hirnaktivität aufzeichnen. 

4. Die Tiefschlafphase ist die tiefste Schlafphase (Schlafwandeln, Sprechen). Ein EEG würde die niedrigste Hirnaktivität verzeichnen. 

5. Der sogenannte REM-Schlaf (REM = englisch "Rapid Eye Movement" = schnelles Augenrollen) ähnelt dem leichten Schlaf, aber unter den geschlossenen Lidern sind schnelle Augenbewegungen erkennbar. Es ist die Traumschlafphase. Auch in den anderen Phasen wird geträumt. Aber an die Träume in dieser Phase kann man sich eher erinnern und sie erscheinen realer und emotioneller.

Verschiedene Quellen geben auch vier Phasen an. Entweder wurde Phase 1 und 2 als eine Einschlafphase zusammengefasst oder Phase 3 und 4 als eine Tiefschlafphase. Letzten Endes ist die Einteilung der Phasen bei einem gesunden Schlaf unwesentlich, interessant werden die Phasen für die Mediziner bei erheblichen Schlafstörungen. 


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