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Sexualität

Sexualität (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“) bezeichnet im engeren biologischen Sinne die Fortpflanzungsfunktion und -organe. In der heutigen Gesellschaft ist die soziale, psychische und emotionale Rolle der Sexualität bekannt und akzeptiert. Dennoch erkennt man immer noch die Verbindung zur biologischen Definition:

  • Fixierung auf die Heterosexualität

  • Abwertung anderer sexueller Ausdrucksformen

  • Tabuisierung von Autoerotik

  • Tabuisierung oder Ignoranz von Sexualität in Kindheit und Alter

  • Vorurteile betreffs Rollenverhalten

Sexualität wird in unserer Gesellschaft als Basis einer Beziehung angesehen und als wichtiger Bereich für das Lebensglück. Die Wert- und Normvorstellungen werden von der Gesellschaft geprägt. Letztendlich ist Sexualität individuell und steht im engen Zusammenhang mit der Biografie eines Menschen. Sexualität kann Ausdruck von Liebe und Sinnlichkeit sein, löst aber auch Gefühle wie Scham und Angst aus. Jeder Mensch besitzt ein geschlechtstypisches Körperbewusstsein und ist von sozialen Rollenerwartungen als Frau oder Mann geprägt. Sexualität umfasst alle Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Geschlechtlichkeit und ist ein Grundbedürfnis, das vom Alter unabhängig ist. Jeder Mensch ist lebenslang zu Lustgefühlen fähig. Doch für viele alte Menschen ist Sexualität ein Tabuthema, was auch mit den gesellschaftlichen Bedingungen in ihrer Prägezeit zusammenhängt. 

Unwissenheit und Vorurteile über Sexualität im Alter können in der Altenpflege zu Missverständnissen führen, wodurch die Beziehung zwischen Pflegekraft und Klient belastet wird. 


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