Suchprogramme, HTTP-Protokoll"> Berufsfachschule für Sozialpflege
 
 
 
 
 
 
 

Parotitis = Entzündung der Ohrspeicheldrüse

 

 

Ursache: Schlechte Kautätigkeit, mangelhafte Mundpflege und fehlender Speichelfluss

Symptome: Schwellung, starke Schmerzen 

Begünstigende Faktoren: z.B. PEG, Medikamente (Antibiotika, Zytostatika), Austrocknen der Mundhöhle, Verletzungen im Mund- oder Kieferbereich, Exsikkose, geschwächtes Immunsystem, Kachexie, Diabetes, Schluckstörungen 

Pflegemaßnahmen: Gründliche Mundpflege, Lippenpflege, anregen des Speichelflusses durch optische Reize, Kautätigkeit fördern, ordentlicher Zahnersatz, Glandosan® (künstlicher Speichel), Mundspülungen, ausreichend Flüssigkeit, Verzicht auf zuckerhaltige Nahrung

Pflegemittel: Verdünnter Zitronensaft, Zitronenscheiben (Erfrischend, fördert Speichelfluss - Achtung: greift Zahnschmelz an, mit Wasser nachspülen, und trocknet Schleimhaut aus, daher nicht zu häufig); Salbeitee oder -lösung (Desinfizierend, Schutz der Schleimhaut - Achtung: der Geschmack wird von vielen Patienten als unangenehm empfunden); Kamillentee oder -tinktur (entzündungshemmend, wundheilungsfördernd - Achtung: trocknet Haut aus und nicht jeder mag den Geschmack)

 

Soor

 

Normalerweise sind die unterschiedlichen Bakterien und Hefepilze der Mundflora im Gleichgewicht und hemmen sich gegenseitig im Wachstum. Dieses Gleichgewicht kann gestört werden beispielsweise durch Einnahme von Antibiotika (Bakterien werden reduziert, die Hefepilze breiten sich aus). 

Ursachen, begünstigende Faktoren, Pflegemaßnahmen und -mittel wie bei der Parotitis

Symptome: leichter Soor bleibt oft unbemerkt, starker Soor verursacht Schmerzen beim Essen

 

   Soor ist eine Pilzinfektion (weißer nicht abwischbarer Belag)

 

Ein besonderes Risiko ist die Ausbreitung auf den Verdauungstrakt und Atemwege. Soor in der Speiseröhre verursacht Schmerzen beim Schlucken (AIDS-Patienten),  Soor in der Luftröhre führt zu Husten, Auswurf und kann schlimmstenfalls zur Pneumonie ausarten. Ein befallener Darm äußert sich durch Durchfälle, im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf durch Darmblutungen. Die schlimmste Komplikation ist die Soorsepsis, bei der die Pilze durch die Schleimhaut in die Blutbahn eindringen. Soorsepsis ist lebensbedrohlich. (Es gibt außerdem noch Vaginalsoor, begünstigt durch die Pille, Schwangerschaft und Antibiotika mit den Symptomen Ausfluss und Jucken. Hefepilze können auch eine Zystitis oder Harnleiterentzündung verursachen mit den Symptomen wie bei anderen Blasenentzündungen auch und dem Risiko der Nierenbeteiligung.) 

 

Karies

Ungenügendes Zähneputzen verursacht Zahnbelag (Plaque), dass durch Bakterien, Pilze und nicht entfernte Speisereste gebildet wird. Durch Verkalkung von Plaque  entsteht Zahnstein. 

Die Bakterien vergären die Speisereste, dadurch entsteht Säure im Plaque, die den Zahnschmelz angreift und Karies (Zahnfäule) verursacht. 

 

Parodontitis

Gingivitis ist eine Zahnfleischentzündung durch Plaque an den Zahnhälsen. Schreitet die Gingivitis voran, entsteht eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) durch die Bakterien und Entzündungsreaktion des Körpers. Bei chronischer Parodontitis wird der Kieferknochen zerstört. Dadurch kommt es zum Zahnverlust. Bei der Gingivitis ist oft das Zahnfleisch geschwollen, es besteht eine erhöhte Neigung zu Zahnfleischbluten, die Zähne wirken verfärbt und sind stark temperaturempfindlich und eventuell tritt Mundgeruch auf. Auch für den Laien ist die fortgeschrittene Parodontitis gut erkennbar durch eine Änderung der Zahnstellung und länger werdende und gelockerte Zähne. Die Kautätigkeit und das Sprechen werden beeinträchtigt. Außerdem können Entzündungen im Bereich der Zahnwurzeln zu Folgeerkrankungen wie Herzerkrankungen führen.

 

Zahnstein, 6.9. 2004, Quelle Dentist Thornhill, Urheber Michael Ottenbruch, Wikipedia