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Es ist inzwischen erwiesen, dass körperliche Ertüchtigung nicht nur einen körperlichen Verfall bremst, sondern auch einen seelischen und geistigen Abbau verhindern oder verlangsamen kann. Bewegung trägt erheblich zum Wohlbefinden bei, stärkt das Immunsystem, hilft bei der Orientierung, steigert die Konzentration, fördert das Selbstbewusstsein, verbessert das Sozialverhalten und ist eine wesentliche prophylaktische Maßnahme. Darum müssen verantwortungsbewusste Pflegekräfte einem Bewegungsmangel ihrer Betreuten aktiv entgegentreten.

 

Betreute haben das Recht, Beschäftigungen abzulehnen.

Sie dürfen nicht zur Teilnahme gezwungen werden. 


 

 

Der Schlüssel zu ihrer Teilnahme: Motivation und Begeisterung wecken!

 

Motivationskiller: 

Ungenügende Vorbereitung des Anleiters. "Na, nun machen wir mal ein bisschen Gymnastik!" "So eine Turneinheit bekomme ich aus dem Ärmel geschüttelt!" Genau das klappt nicht. Die Klienten spüren sehr schnell, dass der Anleiter die Beschäftigung nicht ernst nimmt und werden sich entsprechend verhalten.

Zwang, Leistungs- oder Zeitdruck und fehlende Pausen sind eine sichere Methode, Teilnehmer aussteigen zu lassen.  

 

Auch körperliche Beschäftigungsmaßnahmen müssen gegliedert sein:

1. Phase oder Einstieg (Hinführung zum Thema, Interesse wecken)

Vorstellung der Lehrkräfte, im Beisein der Lehrkraft nocheinmal erfragen, ob der oder die Klienten einverstanden sind mit ihrer Teilnahme (Auch dann, wenn die Teilnehmer bereits im Vorfeld zugestimmt hatten).

Klienten informieren, Ziele formulieren (Die Bereitschaft mitzumachen sinkt sofort, wenn der Klient nicht weiß, wozu er etwas tun soll).

Man sollte immer mit leichten Übungen beginnen, die den Kreislauf anregen, z.B. Aufwärmübung, Lockerungsübungen, Dehnübungen, etc.

2. Phase oder Durchführung (Die eigentliche Übung)

Hier sollte der Teilnehmer orientiert an seinen Möglichkeiten eher gefordert werden mit komplizierteren Bewegungsabläufen, Regeln (Förderung Körper und Geist) und Training seiner Geschicklichkeit und Reaktionsschnelligkeit

Alle Übungen erfreuen sich großer Beliebtheit, die an die Erlebniswelt der Klienten, an Bekanntem, anknüpfen. Beispiel: das Durchspielen des Tagesablaufs mit einer Gruppe Geistigbehinderter. Morgens wachwerden (Augen reiben, recken und strecken), in das Bad gehen (Laufen auf der Stelle, Geste beidseitig für das Haare kämmen), etc. Gerade für diese Gruppe sind Bewegungsübungen eingebettet in einer Geschichte weniger abstrakt und anschaulicher und bieten Orientierungshilfen.) Menschen mit Demenz reagieren beispielsweise sehr positiv auf Lieder ihrer Kindheit, die mit den Übungen verknüpft werden. 

Möglichst ganzkörperlich arbeiten. Dabei sollten die Übungseinheiten derart wechseln, dass nicht eine Muskelgruppe oder Körperregion zu lange angesprochen wird und damit überlastet. 

Beliebt sind die Kreisaufstellungen in der Gruppenarbeit. Doch der Anleiter hat die Teilnehmer rechts und links nicht im Blick und sie können ihn auch nur sehen, wenn sie die Hälse verdrehen. Daher sollte man vor sich die Teilnehmer im Halbkreis aufstellen, um mit allen Teilnehmern den Blickkontakt halten zu können.

Übungen sollten immer auf der gleichen Körperseite beginnen, bevorzugt rechts, da die meisten Betreuten Rechtshänder sind und dass ihre geschicktere Seite ist. Ein Problem ist, dass man die Übungen gespiegelt vormacht. Angaben wie rechts und links verwirren aber viele Betreute. Daher sollte man lieber Angaben wie Fensterseite, Türseite benutzen.  

3. Phase oder Ausstieg (Abschluss der Beschäftigungsmaßnahme)

Je fröhlicher und entspannter die Beschäftigungsmaßnahme endet, umso größer ist die Motivation, wieder mitzumachen. Zum Abschluss könnte man beispielsweise Sing- oder Bewegungsspiele anbieten.

Gerade Kindern und Erwachsenen mit geistiger Behinderung bereitet man eine große Freude mit einem Gewinn, einer Anerkennung. So lässt sich relativ leicht und mit geringen Mitteln im Vorfeld Medaillen anfertigen. Die Überreichung dieser Medaille macht für sie die Beschäftigungsmaßnahme zu einem Riesenereignis. Aber alle Teilnehmer auszeichnen. Man sollte immer vermeiden, dass es einen Verlierer gibt.

Ganz wichtig ist ein Feedback (Wie ist die Beschäftigungsmaßnahme gelaufen, hat es beispielsweise Spaß gemacht, was könnte man nächstes Mal machen etc).

Danksagung für die Teilnahme (Keine Selbstverständlichkeit), Verabschiedung.

 

Lehrproben oder Prüfung

Das Zeitfenster muss beachtet werden.

Einstieg Durchführung Ausstieg

Beispiel:

Einstieg 5 Minuten, Durchführung 30 Minuten, Ausstieg 5 Minuten oder

Einstieg 10 Minuten, Durchführung 20 Minuten, Ausstieg 10 Minuten

Unbedingt zu beachten: Auch hier muss eine lebenspraktische Übung eingebaut sein.

(Zum Beispiel mit den Klienten zusammen den Raum vorbereiten oder gemeinsam im Ausstieg die Materialien aufräumen.)

Die Gliederung der Beschäftigungsmaßnahme sollte zusammenpassen und die Übergänge fließend sein. Ein abrupter Übergang in den nächsten Abschnitt der Beschäftigungsmaßnahme ist ebenfalls ein Motivationskiller. 

Die Prüfung oder Lehrprobe soll 40 Minuten sein. Die Zeit sollte nicht unterschritten werden, das gäbe Punktabzüge. Ein Überschreiten der Zeit maximal um fünf Minuten ist erlaubt. Alle Beschäftigungsmaßnahmen, die nach insgesamt 45 Minuten stattfinden, werden nicht gewertet. Wenn also jemand seinen Ausstieg erst nach dieser Zeit macht, kann die dritte Phase nicht mehr gewertet werden, was zu erheblichen Punktabzügen führen würde.

 

Klientengerechte Beschäftigungsmaßnahmen

Besonders bei körperlichen Beschäftigungsmaßnahmen sind die Vorraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen der Betreuten zu berücksichtigen. 

  • Alter (Z.B. lieben Kinder oder Jugendliche mit Behinderung oft sportliche Wettkämpfe wie ihre nichtbehinderten Altersgenossen. Alte Menschen lieben eher das Wir-Gefühl und meiden Konkurrenzsituationen.)
  • Geschlecht (Frauen bevorzugen meist fließende Bewegungen, Männer eher kraftvolle. Bei Menschen mit geistiger Behinderung ist das Rollenverhalten oftmals stärker ausgeprägt als bei Nichtbehinderten. Bei entsprechender Musik und Übungen kann es schon passieren, dass ein Mann mit geistiger Behinderung sich verweigert, den "Weiberkram" mitzumachen.)
  • Vorraussetzungen: Konstitution, Kondition, körperliche, geistige, seelische Einschränkungen
  • Überforderung, Unterforderung, Vermittlung von möglichen Erfolgserlebnissen
  • Zielsetzung, Förderbedarf 
  • "Tagesform"

Eigene Vorraussetzungen

Der nächste Motivationskiller: Ein Anleiter, der selber nach dem Motto lebt "Sport ist Mord". So etwas spüren die Betreuten sofort.

Man kann nur für eine Beschäftigung die Teilnehmer begeistern, an der man selber Spaß hat. (Beispiel: Ein Schüler hatte sehr schlechte Lehrproben bei Jugendlichen mit geistiger Behinderung. Basteln oder malen waren einfach nicht sein Ding. Aber er war sportbegeistert und wurde gefragt, warum er nicht eine sportliche Beschäftigungsmaßnahme wählt? Er tat es. In der Lehrprobe konnte er seine Teilnehmer begeistern und mitreißen. Das war seine Welt und es wurde eine glatte 1er Lehrprobe.)

Gerade bei sportlichen Beschäftigungsmaßnahmen ist die Person des Anleiters sehr wichtig. Ist der Anleiter in der Lage, die Klienten auch mal anzufeuern, zu ermutigen, zu loben, springt schnell die Begeisterung über. Das schließt nicht aus, auch Fehler zu korrigieren. Fehler in Gruppen aber nur allgemein ansprechen, nicht an einen Einzelnen. Faire Kritik macht glaubwürdig. Und wenn ein Anleiter zugibt, dass vielleicht die Übung nicht klappt, weil er sie zu schnell oder kurz vorgemacht hat, dann hat er in der Regel bei den Teilnehmern alle Sympathien.

Den Teilnehmern zu demonstrieren, was man doch selber für ein toller Hecht ist, ist ein weiterer Motivationskiller. Mit so etwas baut man das Selbstbewusstsein der Klienten nicht auf.

Allerdings muss man in der Lage sein, alle Übungen vorzumachen. Verbale Erklärungen sind wichtig, reichen aber alleine nicht.

  • Menschen mit geistiger Behinderung lernen eher durch Nachahmen.
  • Menschen mit psychischen Behinderungen könnten sich leicht herabgesetzt fühlen, wenn nur sie die Übung machen und nicht der Anleiter.
  • Menschen mit Hörbehinderung können verbalen Erklärungen oft nicht folgen.
  • Bei Menschen mit Demenz müssen immer alle Kommunikationswege genutzt werden.
  • Die Ausnahme sind Menschen mit Sehbehinderung. Hier müssen die verbalen Erklärungen sehr gut formuliert sein. Aber Vorsicht: Auch blinde Menschen merken an den Schwingungen schnell, ob der Anleiter mitmacht oder sich gemütlich auf seinem Stuhl lümmelt.

Es hat auch generell etwas mit Wertschätzung zu tun, ob man mitmacht oder zuguckt. Wenn der Anleiter nicht die Übungen vormacht, bemerkt er auch nicht eventuelle Fehler. Außerdem entsteht so leicht eine unerwünschte Hierarchie, schulmeisterliches Verhalten und Gängelei. 

Daher ist es ratsam, ein gutes Rhythmusgefühl und Bewegungsablauf zu haben.

   

Sicherheit

Die Sicherheit und Unversehrtheit des Teilnehmers muss jederzeit gewährt sein.

Das beginnt in der Vorbereitung:

  • Unbedingte Rücksprache mit dem Fachpersonal, ob die Beschäftigungsmaßnahme geeignet ist (Einverständnis des Arztes).
  • Hat der Teilnehmer entsprechende Kleidung für die geplante Beschäftigungsmaßnahme? (Bequem, nicht bewegungshemmend oder einengend.) 
  • Besonders auf das Schuhwerk muss geachtet werden (Ausreichend Profil der Sohle, also rutschfest, geschlossener Schuh). Besonders geeignet sind Gymnastikschuhe (Fußarbeit). Bei Turnen, Gymnastik oder Hallensport sollte barfuß vermieden werden aus hygienischen Gründen.
  • Existieren entsprechende Räumlichkeiten (Größe, blendfreie Lichtverhältnisse, Raumtemperatur, Stolperfallen, Bodenverhältnisse, gut durchlüftet, etc)?
  • Geht vom Material eine Gefährdung aus?
  • Gibt es Haltegriffe oder ausreichend Stuhllehnen zum Festhalten? Besonders wichtig bei Gleichgewichtsstörungen.
  • Ist ein Helfer für die Beschäftigungsmaßnahme erforderlich und verfügbar, zum Beispiel für den Transfer?

Während der gesamten Beschäftigungsmaßnahme muss der Anleiter die Teilnehmer stets im Blick haben und genau beobachten:

  • Gesichtsfarbe
  • Mimik
  • Atmung
  • Körperhaltung
  • Sprache
  • Bewegung

Nur dann erkennt man rechtzeitig eine Überforderung und kann darauf angemessen reagieren. Lieber eine Beschäftigungsmaßnahme rechtzeitig abbrechen, als dass sie mit einer Erste-Hilfe-Situation endet.

Natürlich muss der Anleiter auch für seine eigene Sicherheit sorgen. Er kann beispielsweise nur dann Hilfestellungen leisten, wenn er selber einen sicheren Stand hat. 

 

Materialien:

  • Bereits vor der Beschäftigungsmaßnahme prüfen, ob die Materialien in Ordnung sind. Zum Beispiel dürfen bereits eingerissene Therabänder nicht zum Einsatz kommen.

  • Materialien abstimmen auf das Klientel (Welcher Ball ist beispielsweise für welchen Klienten, für welche Übung geeignet? Ein Autist kann häufig mit einem Theraband nichts anfangen, aber sehr wohl mit einem Ball. Der alte Herr, der früher viel Krafttraining gemacht hatte, kommt mit dem Theraband wunderbar klar. Eine alte Dame ist mit einem Medizinball restlos überfordert, aber der Schwerstmehrfachbehinderte freut sich, wenn er diesen Ball bewegt bekommt und sich dabei selber spüren kann. Einen psychisch Kranken mit massiven Aggressionen würde ich nicht unbedingt eine Holzkeule in die Hand drücken. Die Auswahl der Übungsgeräte ist also abhängig vom Individuum, seiner Biografie und Beeinträchtigungen.
  • Neben Sportgeräten zur eigentlichen Beschäftigungsmaßnahme sollte man auch den Einsatz anderer Materialien prüfen, wie zum Beispiel Musik. So können auch andere Reize angesprochen und die Motivation gesteigert werden. Außerdem reagieren viele Teilnehmer auf Musik in Kombination mit Bewegung mit Wohlbefinden, Freude, Spaß haben - alles wichtige Ziele für eine gelungene Beschäftigungsmaßnahme.

 

 

 

Überblick über mögliche Übungsgeräte für Gymnastik (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Bälle

allen bekannt

Schaumstoffbälle, Wasserbälle

leicht, fliegen langsamer, geringe Verletzungsgefahr

Tennisbälle

handlich, hart, Verletzungsgefahr

Igelbälle handlich, gut geeignet für basale Stimulation
Gymnastikbälle viele Variationen möglich für Übungen, unhandlich
Luftballons

leicht, fliegen langsamer, können aber platzen,  nicht bei Hörbehinderten und schreckhaften Betreuten

Medizinbälle schwer, unhandlich, grobmotorische Übungen bei Wahrnehmungsstörungen möglich
Ringe in Ballgröße

gut zu greifen, aus weichem Material keine Verletzungsgefahr

Hula Hoop Reifen viele Variationen möglich für Übungen, unhandlich, Verletzungsgefahr

Tücher, Säckchen, Bänder

griffig, rollen nicht weg, keine Verletzungsgefahr
Hölzer, Kegel, Keulen, Klöppel gut für rhythmische Übungen, viele Variationen möglich, Verletzungsgefahr
Therabänder, Zauberschnur viele Variationen möglich, vielen unbekannt, Umgang muss oft erlernt werden, bei Beschädigungen sofort auswechseln, da sonst Verletzungsgefahr
Schellen, Glocken

gut für rhythmische Übungen, viele Variationen möglich, geringe Verletzungsgefahr bei Befestigungsmöglichkeit

 

Übungsgeräte im Fachhandel sind teuer. Viele Geräte kann man auch selber anfertigen. Sie haben dann den Vorteil, dass sie besser auf die individuellen Bedürfnisse anpassbar sind. Und beim Shopping die Augen aufhalten. Da kann man manches Schnäppchen machen wie große Schaumstoffwürfel, eigentlich gedacht als Kleinkindspielzeug, Igelbälle, etc. Gut in der Gymnastik ist auch der Einsatz der Kegel von den Plastikkegelspielen für kleine Kinder. Und mit Handtüchern kann man sich nicht nur abtrocknen. Auch sie können für viele Übungen eingesetzt werden.

Kleine bekannte Bewegungsspiele

Eine Wurfkiste ist relativ schnell angefertigt. Dosenwerfen ist bekannt und macht Spaß. Auch Kegelspiele, Boccia, Ringe werfen kennen die Meisten. Mit ein bisschen Fantasie kann man auch selber ein Minigolf erstellen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Es muss nicht immer teuer sein. Der Vorteil an selbstgefertigten Geräten ist der, dass man sie genau kennt. Und manche teure Errungenschaft verstaubt, weil sich keiner die Mühe macht, den Umgang mit ihr zu erlernen.

    

Sportgeräte

Mit aktiven und fitten Bewohnern kann man natürlich Fahrräder oder Dreiräder, Ski, Schlittschuhe etc nutzen. Tischtennis, Federball oder neudeutsch Badminton (bei dementen Bewohnern Federball) sind bei vielen Betreuten ausgesprochen beliebt. Auch Wandern und Spaziergänge sind eine sportliche Betätigung. Jede aktive sportliche Betätigung in diesem Bereich vermittelt "Normalität" und Erfolgserlebnisse.

Schwimmen

Nicht zu vergessen Schwimmen. Gerade Übungen im Wasser sind gesund für die Gelenke und Gefäße. Wasser reduziert durch seinen Auftrieb Körpergewicht und entlastet Gelenke. Plötzlich sind Bewegungen schmerzfrei, die sonst vermieden werden. Es sind Bewegungen im dreidimensionalen Raum möglich.

Aber Vorsicht bei Herzerkrankungen. Durch die gesteigerte Muskeltätigkeit kann es zu Störungen der Herztätigkeit kommen. Deshalb ist beim Schwimmen bei Herzkranken immer die Einwilligung des Arztes einzuholen.

In fast allen Bädern gibt es Becken, in denen man stehen kann. Damit können auch Nichtschwimmer die Vorteile des Wassers für Gymnastik nutzen. Nichtschwimmer sollten auch in flachen Becken gesichert sein, zum Beispiel durch ein Ameisenei (großes Styroporei, dass durch einen Gürtel auf dem Rücken befestigt wird) oder Luftkragen (hält den Kopf über Wasser). Beide Artikel sind leider in Deutschland schwer zu erhalten. Schwimmflügel sind völlig ungeeignet, da bewegungshemmend.  

Man sollte mit Betreuten die Warmbadetage nutzen. Und man sollte Bäder nutzen, die chemisch gut gewartet sind (Chlor).

Teilnehmerzahl

Einzel- oder Gruppenarbeit? Das kommt ganz auf die Teilnehmer an. Mit einem Betreuten der Pflegestufe III oder einem Menschen mit Mehrfachbehinderung ist eine Gruppenarbeit in der Regel nicht möglich. Doch auch sie haben ein Recht auf Förderung, Bewegung und Beschäftigung. Bei Menschen mit psychischen Behinderungen muss immer individuell entschieden werden und es ist oft auch abhängig von der "Tagesform". Ansonsten gilt, dass Gymnastik oder Sport in der Gruppe mehr Spaß macht. Dazu fördert es das Sozialverhalten, ein wichtiger Gesichtspunkt gerade in der Arbeit mit Kindern, auch bei Mehrfachbehinderung. 

Mitentscheidend ist aber auch der Anleiter und seine Fähigkeiten. Ein Schüler in der Heilerziehungspflege sollte mit Gruppen arbeiten können. Ein Schüler der Sozialpflege muss das noch nicht können. Traut sich ein Sozialpflegeschüler nicht zu, wirklich alle Betreuten stets im Blick zu haben, dann sollte er lieber eine Einzelbeschäftigung machen oder eine Partnerübung, eventuell eine Kleingruppe.

 

Was ist verboten?

  • Jegliche Übungen, bei denen auf Stühle geklettert oder gestanden werden muss. Kein Gehen oder Balancieren auf erhöhten Geräten wie Turnbank oder Schwebebalken. (Sturzgefahr)
  • Atemübungen (Therapeut)
  • Flackernde Lichteffekte (Epilepsie)
  • Zu schnelle Bewegungen, besonders Drehungen (Sturzgefahr, Schädigung der Gelenke)
  • Kein Überstrecken, Überdehnen von Gelenken. Nie gegen Widerstände arbeiten. (Verletzungsgefahr, Gelenkschäden)

 

 

Achtung! Bei unserem Klientel immer gesichtsgewandt arbeiten, nicht mit dem Rücken zum Bewohner. Bewohner gut beobachten auf Überforderung oder Überanstrengung. 

Sehr schön, da viele Elemente aus dem Beckenbodentraining (Inkontinenz)

Sehr viele Menschen mit geistiger Behinderung sind begeistert bei der Sache, wenn Musik, Bewegung, Tanz verknüpft sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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