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Symptome der PTBS

 

Die Symptomgruppen können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten:
 
Intrusionen:
(Symptome, die eine erzwungene Nähe zum Trauma herstellen)
 
  • Sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma

  • Flashbacks (plötzlich aufsteigende traumatische Bilder)

  • Alpträume mit Bezug zu traumatischen Erlebnis

  • Zwanghaftes Erinnern erlebter Traumata

 
Konstriktionen:
(Symptome, die Nähe zum Trauma vermeiden)
 
  • Trigger (Vermeidung von Situationen mit Traumaerinnerung)

  • Soziales Rückzugsverhalten

  • Gedächtnislücken

  • Gefühlsmäßige Empfindungslosigkeit

  • Sucht

  • Dissoziative Symptome (Abspaltung)

 
Die PTBS kann zu einer emotionalen Taubheit führen:
  • Interessenverlust

  • Innere Teilnahmslosigkeit

  • Eingeengte Gedanken und Gefühle

  • Depressionen

 
Die PTBS kann zu einer chronischen Übererregung führen:
 
  • Schlafstörungen

  • Schreckhaftigkeit

  • Vermehrte Reizbarkeit

  • Konzentrationsstörungen

  • Körperliche Reaktionen wie Herzrasen, Atemnot, Beklemmungen und Unruhezustände 

 
Manchmal entwickeln sich eigenständige Krankheitsbilder wie
 
  • ausgeprägtes selbstschädigendes Verhalten mit Selbstverletzungen

  • "Sich-fühlen-Wollen" durch Suche nach Gefahren 

 
Borderline als Folge von PTBS wird aber kontrovers diskutiert.

 

 

Außerdem sind eigenständige Krankheitsbilder der PTBS:

  • Angststörungen

  • Suchterkrankungen

  • Depressive Störungen

  • Konversionsstörungen und Somatisierung
    Somatoforme Störungen: Körperliche Beschwerden, die nicht oder nicht hinreichend durch eine organische Erkrankung erklärt werden können. Z.B. Müdigkeit  und Erschöpfung, Schmerzsymptome,  Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-  Darm-Beschwerden, sexuelle und pseudoneurologische Symptome.

  • Dissoziationen
    Teilweise oder völlige Abspaltung von psychischen Funktionen:
    Dissoziative Amnesie (Erinnerungen an die eigene Vergangenheit fehlen)
    Fehlende Wahrnehmung eigener Gefühle (Schmerz, Angst, Hunger, Durst,...)

  • Depersonalisation (Veränderung der Selbstwahrnehmung) 

  • Dissoziative Fugue (Unerwartetes Weggehen bis zur Annahme einer neuen Identität bei gleichzeitiger Desorientiertheit zur eignenen Person)

  • Multiple Identitätsstörung (Mehrere getrennte, völlig unterschiedliche Identitäten oder Persönlichkeitszustände, die im Wechsel das Verhalten des Betroffenen   bestimmen. Nicht zu verwechseln mit der Schizophrenie!)

  • Derealisation (durch ein Gefühl der Unwirklichkeit wird die Umwelt als fremd   oder verändert wahrgenommen).

  • Stärkste Ausprägung ist die dissoziative Identitätsstörung (DIS/DID).