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Thrombose

 

Unter dem Begriff Thrombose versteht man den Verschluss eines Blutgefäßes durch einen Thrombus. Thrombus (die Thromben) bedeutet Klumpen, Pfropf oder Blutgerinnsel. 

 

 

Risikofaktoren

Virchowsche Trias (Zum ersten Mal von Virchow 1856 beschrieben)

Nannte drei Faktoren, die eine Thrombose begünstigen:

Veränderung der Gefäßwand

  • entzündlich (Venenentzündung)
  • degenerativ (Arteriosklerose)
  • allergisch (Allergene)

Erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes   

  • Postoperativer Zustand
  • Großflächige Verletzungen mit größeren Gewebszerstörungen
  • Großflächige Verbrennungen
  • Ende der Schwangerschaft (Empfängnisverhütung)
  • Virusbedingte Infektionskrankheiten
  • bösartige Tumorerkrankungen
  • Cortisontherapie
  • Störungen der Blutgerinnung (<Marcumar)
  • Abbruch einer thrombolytischen Therapie (auch Marcumar)

Verlangsamung der Strömungsgeschwindigkeit  

  • höheres Lebensalter
  • Übergewicht 
  • Immobilität
  • Krampfadern (Varizen)
  • Schwangerschaft, Geburt (Empfängnisverhütung)
  • Herzinsuffizienz, Bluterkrankungen
  • Ausgedehnte Traumen (Quetschungen, Verletzungen, Wunden)
  • Postoperativer Zustand
  • Gefäßkrankheiten, insbesondere Entzündungen 
  • bösartige Tumorerkrankungen
  • frühere Thrombosen
  • Rauchen
  • Flugzeug
  • Beruf
  • Thrombose der oberflächlichen Venen

 

Häufige Entstehung in Varizen (Krampfadern)
90% sind oberflächliche Venen im Bereich unterer Extremitäten betroffen
Embolierisiko gering (langsamer Fluss, Thrombus fest, Umgehungskreisläufe)

 

Symptome

  • lokalisierter Schmerz (ziehend, krampfartig)
  • strangförmig verdickte subkutane Vene
  • Druckschmerz
  • Rötung
  • lokale Überwärmung
  • Evtl. bläuliche Verfärbung
  • Evtl. Schwellung

 

 

Phlebothrombose (Tiefe Beinvenenthrombose)

  • Überwiegend untere Extremitäten (häufig Unterschenkel)
  • oft zunächst keine Beschwerden oder nur leichte Symptome
  • Embolierisiko relativ hoch (größerer Durchmesser, schneller Fluss)

 

Symptome: symptomarm, wird meist nicht erkannt

 

Pflegemaßnahmen: Beinhochlagerung, 2 Wochen Bettruhe , "Auflösung"

 

Komplikation: Lungenembolie
(Plötzlicher Thoraxschmerz, Tachykardie, Atemnot, Zyanose, prall gefüllte Halsvenen, Schock, nach 2-3 Tagen Husten mit blutigem Auswurf)

 

Hinweis: Medikamentöse Prävention

 Heparinisierung
 Antikoagulantien (Marcumar)

 

Setzt Blutgerinnung herab. Marcumarpatienten dürfen keine intramuskulären Injektionen erhalten. Achtung bei Verletzungen. 


Prophylaktische Maßnahmen
 
Förderung des venösen Blutrückfluss

 

Lagerung

  • Kniee nicht hohl lagern 
  • Arterien in der Leiste nicht abknicken
  • Fußstütze 
  • Beine hochlagern (Schaumstoffkissen, Fußteil erhöhen) 
  • Beine nicht überkreuzen

 

 

Mobilisation

  • Bewegungsübungen
  • Rückstromfördernde Gymnastik 
  • bei Bettlägrigen aktive und passive Bewegungsübungen

 

 

Ausstreichen der Venen

  • zuerst Oberschenkel Richtung Herz mit sanftem Druck (Stau)
  • Unterschenkelvenen (immer herzwärts)
  • Lotion, Massageöl, Massagehandschuh (wohltuend)

 

 

Venenkompression 

 

 MTS oder ATS (Thromboseprophylaxestrümpfe)

> zu eng: Stauungen im venösen System

> zu weit: ohne Wirkung

 

Anziehen

Nicht aufrippeln oder überdehnen, Beine vorher 20 Minuten hochlagern

  1. Mit der Hand bis zur Fersenrundung in den Strumpf fahren
  2. Ferse fassen und Strumpf auf links drüber wegziehen
  3. Vorderfuß in den Strumpf
  4. Strumpf rüber- und hochziehen

 

Wickeln der Beine


Wird heute selten gemacht (nur wenn keine ATS vorhanden sind). Verband muss fest und unnachgiebig sein, darf aber auf keinen Fall zu Einschnürungen am Bein führen. Zehen freilassen zur Beurteilung der Hautdurchblutung, Ferse einschließen (bis unterhalb Knie oder unterhalb Gesäßfalte nach Anordnung)

 

Unspezifische Maßnahmen

 

Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

 - Bewohner mit Exsikkose sind besonders gefährdet

Gewichtsreduktion

Raucherentwöhnung

Varizenbehandlung 

 - kein langes Stehen und Sitzen

 - hochlagern der Beine im Sitzen und Liegen

 - ATS

 - Bewegung, Bewegungsübungen

 - Wechselbäder, Wechselduschen

 - bequemes Schuhwerk, flacher Absatz

 - vermeiden von Wärmeeinwirkungen (keine heißen Vollbäder, Sonne)

Stehende Berufe Pausen einhalten und Beine hochlagern

Lange Flugreisen: zwischendurch bewegen, ATS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 


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