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Waldorfpädagogik


Rudolf Joseph Lorenz Steiner, geboren am 27.2.1861 in Kraljevec im Kaisertum Österreich (heute Kroatien), gestorben am 30.3.1925 in Dornach in der Schweiz war ein österreichischer Philosoph und Esoteriker. (Esoterik: das Innere, innerlich verborgenes geheimes Wissen, zum inneren Kreis gehörig; Gegenteil Exoterik für allgemein zugängliches Wissen)

Rudolf Steiner begründete die Anthroposophie (Wissenschaft vom Menschen und seiner Entwicklung, Menschenkunde), eine esoterische Weltanschauung. Aus der Anthroposophie entwickelte er die Waldorfpädagogik. Die Waldorfpädagogik zählt zur Reformpädagogik.

Dazumal war der Ansatz von Rudolf Steiner revolutionär, dass in der Schule nicht nur ausschließlich Wissen vermittelt werden sollte, sondern auch ein Erziehungsauftrag gesehen und berücksichtigt wurde. Die Lehrer an Waldorfschulen versuchten, besonders in den ersten Jahren, Entwicklung und Interessen der Kinder intensiv zu fördern. So wurden die Schüler nicht nur in den üblichen wissenschaftlichen Fächern unterrichtet, sondern erhielten beispielsweise auch Unterricht in Eurythmie („schöne Bewegung“), Turnen, Gymnastik, Singen, Instrumentalmusik, Orchester, Theater, Handarbeit, Kunst, Buchbinden, Handwerk, Gartenbau, Feldmessen, Spinnen, technische Mechanik, Technologie oder Stenografie. Auch wenn sich Fächer verändert haben, zum Beispiel durch heutige Lehrpläne, wird nachwievor großer Wert auf die Verbindung von theoretischen und praktischen Unterricht gelegt. So gibt es in diesen Schulen häufig Fächer wie Kunstgeschichte, Architektur, Handwerk (z.B. Korbflechten, Weben, Buchbinden, Holzbearbeitung, Landwirtschaft etc.) mit entsprechenden Praktika.

Die Waldorfschulen sind staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Da die ganzheitliche Erziehung im Mittelpunkt steht, wird in den ersten Schuljahren auf eine Notengebung wie an Regelschulen verzichtet. Alle Schüler mit unterschiedlichsten Vorraussetzungen und Fähigkeiten werden in einer Klasse unterrichtet, nicht „selektiert“ (Sitzenbleiben, Förderschulen). Auf die individuelle Förderung wird großer Wert gelegt.

Deutsche Waldorfschulen sind im Bund der Freien Waldorfschulen e.V. organisiert. Dieser Verein vertritt die Schulen, aber jede Schule ist autonom. Entscheidungen und Konzepte für die einzelnen Schulen werden durch die kollegiale Selbstverwaltung erarbeitet, also Eltern und Lehrer. Einen Direktor in dem Sinne gibt es nicht. Da die Schulen autonom sind, sind sie auch sehr unterschiedlich, sodass man grundsätzlich nicht von einer Waldorfschule auf die andere schließen kann.

 


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