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WHO

 

 

Mit Schiffen kamen nicht nur Waren, sondern auch Seuchen in die Länder. Ab 1851 gab es deshalb immer wieder Konferenzen der seefahrttreibenden Länder zu Hygiene und Quarantänebestimmungen, die zwar ohne nennenswerte Ergebnisse auseinander gingen, aber 1907 zur Gründung des "Internationalen Amtes für öffentliche Hygiene" in Paris führten. Es gab in anderen Erdteilen ähnliche Einrichtungen, die gemeinsam ab 1946 eine Charta für eine weltweite Gesundheitsorganisation ausarbeiteten. Am 7.4.1948 fand ein internationaler Gesundheitskongress statt, der die Charta annahm. Dieser Tag bedeutete die Gründung der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) und der 7.4. ist seitdem der Weltgesundheitstag. Dieser Text aus der Charta umreißt das Aufgabengebiet der WHO:

 

"Höchstmöglicher Gesundheitszustand für alle Völker, wobei unter Gesundheit nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen verstanden wird, sondern der Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens."

 

Mit den schnell wachsenden Aufgaben entstanden immer mehr Arbeitsgruppen, unter anderem 1987 die Arbeitsgruppen zur Qualitätssicherung in der Pflege. Schnell kam man zur Einsicht, dass eine effektive Arbeit nur durch Vernetzung möglich ist. 1992 wurde deshalb das europäische Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (EuroQuan = European Quality Assurance Network) gegründet und im selben Jahr das deutsche Netzwerk (DNQP) mit dem Standort "Fachhochschule Osnabrück". Durch Konferenzen, Arbeitsgruppen, Workshops und der Erstellung von Netzwerkkatalogen versuchen die Netzwerke, einen Informationsaustausch zu gewährleisten, Pflegeforschung zu koordinieren und zu planen und Pflegerichtlinien, die Expertenstandards, herauszugeben. Expertenstandards sind für alle Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen in Deutschland bindend. Die Aktivitäten des DNQP werden von einem Lenkungsausschuss gesteuert, der aus Vertretern der Lehre, Praxis und Forschung besteht.

 

 
Definition der Behinderung nach der Weltgesundheitsorganisation WHO  
 
Es wird von drei Begriffen ausgegangen: 
 
1. Schädigung  =  Mängel oder Abnormitäten der anatomischen, psychischen oder physiologischen Funktionen und Strukturen des Körpers 
2. Beeinträchtigung = Funktionsbeeinträchtigung oder –mängel aufgrund von Schädigungen, die typische Alltagssituationen behindern oder unmöglich machen 
3. Behinderung = Nachteile einer  Person aus einer Schädigung oder Beeinträchtigung 
 
Definition Behinderung in Deutschland nach dem SGB IX § 2  lautet wie folgt: 

 

1. Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist. 
 
 2.  Menschen sind im Sinne des Teils 2 schwerbehindert, wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 vorliegt und sie ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz im Sinne des § 73 rechtmäßig im Geltungsbereich dieses Gesetzbuches haben. 
 
3. Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden sollen behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei denen die übrigen Voraussetzungen des Absatzes 2 vorliegen, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz im Sinne des § 73 nicht erlangen oder nicht behalten können (gleichgestellte behinderte Menschen).